Regulierungsbehörde will mehr drahtlose Telefonanschlüsse
Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post will den Telefonwettbewerb zu Gunsten der Verbraucher durch eine Neuvergabe von Funkfrequenzen fördern.
Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) will den Telefonwettbewerb zu Gunsten der Verbraucher durch eine Neuvergabe von Funkfrequenzen fördern. Drahtlose Teilnehmeranschlussleitungen (Wireless Local Loop, WLL) sollen von den Lizenznehmern bis Ende Mai zurückgegeben werden, teilte die Behörde am heutigen Montag in Bonn mit. Diese würden umgehend dem Markt wieder zur Verfügung gestellt. Die RegTP will verhindern, "dass das knappe Wirtschaftsgut Frequenz gehortet wird".
Die Regulierer wollen WLL-Frequenzen allerdings nicht von Unternehmen zurückverlangen, "die im Rahmen eines Insolvenzverfahrens den Versuch starten, das Unternehmen zu erhalten". Durch drahtlose Teilnehmeranschlüsse bekäme die Deutsche Telekom stärkere Konkurrenz, die über die so genannte letzte Meile zur Steckdose im Haus verfügt. Durch die Funkbrücken ist ein direkter Zugang der Konkurrenten zum Anschluss des Endkunden möglich.
Nachdem die Frequenzen im April 1999 von der RegTP ausgeschrieben worden waren, gingen bald einige Unternehmen mit drahtlosem Richtfunk im Angebot an den Start. Als die ersten Pleite gingen, wurden weitere potenzielle Kunden misstrauisch. Im vergangenen Herbst meldeten illustre Namen wie Callino, FirstMark und die Deutsche Landtel Insolvenz an. Als größere Spezialisten sind nur mediascape, die vor kurzem den Konkurrenten Broadnet übernahmen, und Star 21 übrig geblieben. (anw)