Technik für "intelligente Häuser" -- ein Zukunftsmarkt

In Berlin zeigen kommende Woche 65 Anbieter Produkte und Zukunftsideen rund um das "intelligente Heim".

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Die Technik für "intelligente Häuser" mit der Kopplung von Haushaltsgeräten entwickelt sich nach Ansicht der Messe Berlin zu einem Zukunftsmarkt. Mit der Vernetzung von Heizung, Fernseher, Alarmanlage sowie Kühlschrank und Beleuchtung sollen nicht nur neue Funktionen eingeführt, sondern auch Kosten gespart werden, meint die Messeleitung vor Beginn der e/home -- Das Intelligente Heim. Die Veranstaltung sollte übrigens nicht mit Microsofts eHome-Abteilung verwechselt werden. Die Messe geht vom 29. bis zum 31. August.

Als ein Zeichen für das zunehmende Interesse an der Technik nannte Messe-Geschäftsführer Christian Göke die Verdoppelung der Ausstellerzahl. In den Hallen unter dem Funkturm zeigen 65 Anbieter Produkte und Zukunftsideen. Die Aussteller kommen aus den Branchen Informationstechnik, Unterhaltungselektronik und Haushaltswaren sowie aus der Forschung.

Eine Anwendung, die auf der Messe gezeigt wird, ist das neue Zählerfernauslesesystem Siemeca, das Siemens nun vorgestellt hat. Dabei handelt es sich um Sender, die auf der Sonderfrequenz 868 MHz Verbrauchsdaten für Wasser oder Gas an eine zentrale Stelle übermitteln. Sie geben ihre Werte an so genannte Datensammler weiter. In diesem Netz sollen alle Verbrauchswerte der Anlage ständig parat sein und von jedem Punkt ausgelesen werden können. Im Vergleich zu anderen Systemen soll das von Siemens störungsunempfindlich, einfacher zu installieren und kostengünstiger sein.

Am "intelligenten Musterhaus", einem Modellprojekt in Duisburg, soll die Technik der Fernsteuerung demonstriert werden. In Berlin können die Besucher per Handy oder Notebook die Fenster des Hauses bedienen, einen Blick in Küche oder Kinderzimmer werfen oder Musik in dem "mitdenkenden Haus" anschalten. Auf der Messe werde auch gezeigt, wie sich die Beleuchtung drahtlos vom Fernseher steuern lässt.

Thema der e/home ist auch das digitale terrestrische Fernsehen, das in Kürze in Berlin starten soll. Der Fachverband Consumer Electronics veranstaltet auf der Messe ein Forum zu Entwicklungen und Produkten im Bereich elektronische Medien. (anw)