FCC zahlt Milliarden an Mobilfunkunternehmen zurĂĽck
Die Federal Communications Commission will Unternehmen, die bereits ersteigerte Mobilfunklizenzen zurĂĽckgeben mussten, einen GroĂźteil der Anzahlungen zurĂĽckerstatten.
Im Streit um amerikanische Mobilfunklizenzen zeichnet sich eine Einigung ab. Die Federal Communications Commission (FCC) hat endgültig beschlossen, 13 US-Telekommunikationsfirmen 2,8 Milliarden US-Dollar Anzahlungen zurückzuerstatten. Die Zahlungen waren bei der Ersteigerung von Mobilfunk-Lizenzen fällig geworden; die Lizenzen mussten aber wieder an die urspünglichen Besitzer NextWave und Urban Comm abgeben werden, da diese ihre Pleite in letzter Minute doch noch abwenden konnten.
Insgesamt hatten die Unternehmen eine Anzahlung in Höhe von 3,3 Milliarden US-Dollar geleistet. Zu den Bietern zählten unter anderem Verizon, VoiceStream Wireless und Cingular Wireless. Die FCC hatte bisher eine Rückzahlung kategorisch abgelehnt, nun begründet sie ihren Gesinnungswandel mit der schwierigen finanziellen Lage einiger beteiligter Unternehmen. Diese benötigen nach Ansicht der Behörde das gezahlte Geld dringend zurück, um das operative Geschäft fortzuführen.
Die AnkĂĽndigung der FCC scheint einen Schlussstrich unter die Querelen der vergangenen Jahre zu ziehen. In der erneuten Versteigerung der NextWave- und Urban-Comm-Lizenzen erkannten US-Bundesrichter einen klaren VerstoĂź gegen die Regel 525 des Bankruptcy Code. Seitdem hatten die Bieter der zweiten Versteigerung auf die RĂĽckerstattung ihrer bereits geleisteten Anzahlungen gewartet. (daa)