1&1 bietet erneut eine DSL-Flatrate an
Gerade erst ist der Internetprovider 1&1 mit dem Versuch gescheitert, eine DSL-Flatrate ohne Zeit- oder Volumenbegrenzung anzubieten, da will er es ab dem 1. März erneut versuchen.
Gerade erst ist der Internetprovider 1&1 mit dem Versuch gescheitert, eine DSL-Flatrate ohne Zeit- oder Volumenbegrenzung anzubieten, da will er es ab März erneut versuchen. Im Unterschied zum letzten Angebot will 1&1 diesmal jedoch nicht den Konkurrenten T-Online unterbieten und verlangt für die Flatrate nun 29,90 Euro pro Monat, rund 5 Euro mehr als die Telekom-Tochter und 10 Euro mehr als AOL. Als Clou gewährt 1&1 stattdessen einen Preisnachlass, wenn der Surfer in einem Monat nicht mehr als 100 Stunden gesurft hat. In einem solchen Monat erhält der Kunde die Hälfte der Monatsgebühr zurück und zahlt so noch 14,90 Euro. Jeder Nutzer der 1&1 DSL-Flatrate erhält zudem eine eigene .de-Domain mit 100 MByte Speicherplatz.
Mit dem neuen Tarif will 1&1 das individuelle Nutzungsverhalten jetzt stärker berücksichtigen: "Aufgrund der Mischkalkulation der Provider müssen Normalnutzer jeden Monat das extensive Surfverhalten einiger Download-Junkies mitbezahlen. Mit der neuen Flatrate ist diese Ungerechtigkeit endlich vorbei: Wer das Internet wie die Mehrzahl der Flatrate-Nutzer normal nutzt, zahlt bei 1&1 nur die Hälfte", so der 1&1-Vorstandsvorsitzende Andreas Gauger.
Auch sonst glaubt sich 1&1 diesmal auf der sicheren Seite: "Wir haben uns diesmal noch eingehender juristisch beraten lassen, damit dieser Tarif nicht gegen Vorschriften verstößt, die es zum Beispiel mit der Gewährung von Rabatten immer noch gibt", sagt Andreas Gauger. Eine der Folgen der Beratung: Eine Mindestvertragslaufzeit gibt es nicht, die Kündigungsfrist beträgt nun sowohl für den Kunden als auch für den Anbieter einen Monat -- beim letzten Flatrate-Angebot galten für Kunde und Anbieter noch unterschiedliche Fristen, was unter anderem die Verbraucherschützer auf den Plan rief.
Voraussetzung für die 1&1-Flatrate ist wie bisher ein T-DSL-Anschluss der Telekom, der zusammen mit dem zwingend erforderlichen Telekom-Telefonanschluss zwischen 33 und 41 Euro pro Monat kostet. Zusätzlich muss sich der Kunde ein DSL-Modem beschaffen, alternativ kann er es bei 1&1 erwerben. Im Angebot sind unter anderem die Modems "DivaADSL" von Eicon, die als PCI-Karte zum Preis von 69,90 Euro oder als USB-Version für 10 Euro mehr erhältlich sind.
Die weiteren technischen Details sind wie bei allen anderen T-DSL-Anschlüssen auch: Die Übertragungsgeschwindigkeit beträgt 768 kBit/s beim Empfangen und 128 kBit/s beim Versenden von Daten. Nach 24 Stunden erfolgt eine Zwangstrennung, bei der jedoch eine sofortige Wiedereinwahl möglich ist. Die IP-Adresse wird dynamisch vergeben. Ab dem 1. März will 1&1 auf seiner Homepage Anmeldungen für den neuen Tarif entgegen nehmen. (axv)