Apple liefert angeblich zu wenig neue iMacs
Ein US-Analyst berichtet, der Hersteller könne die Nachfrage wegen Fertigungsproblemen nicht befriedigen.
Nach einem Bericht des US-Analysten Steven Fortuna von Merrill Lynch, demzufolge Apple den neuen iMac wegen Fertigungs-Problemen nicht in der geplanten Stückzahl liefern könne, sank der Kurs der Apple-Aktie gestern um rund sieben Prozent. Laut Fortuna bleibt die Produktion der neuen TFT-iMacs deutlich hinter den Erwartungen zurück. Als Grund vermutet der Analyst Produktionsprobleme. Im Februar sind nach seinen Angaben nur zwischen 5000 und 10.000 Stück gefertigt worden, nach rund 5000 im Januar. Die Planung sähe allerdings 200.000 Stück bis Ende März vor, womit im nächsten Monat mindestens 185.000 iMacs vom Band laufen müssten.
Apple Deutschland hatte die Lieferzeiten schon etwas vorsichtiger angegeben und die Termine gegenüber den USA um rund zwei Wochen nach hinten verlegt (siehe Testbericht des iMac in c't 5/02, S. 136). Der hiesige Pressesprecher Georg Albrecht sagte zu heise online, es sei bisher keine weitere Verzögerung zu erkennen. Demnach soll die größte Konfiguration mit DVD-Brenner am 25. Februar zu den Händlern gekommen sein, die mittlere mit Combo-Drive soll im März und die kleine mit CD-Brenner im April folgen. Auch eine Umfrage unter großen deutschen Apple-Händlern erbrachte keine Bestätigung des Berichts von Fortuna. Allgemein hieß es, der Verkauf des neuen iMac laufe besser als erwartet; allein deshalb könne die Nachfrage nicht aus der vorbestellten Lagermenge befriedigt werden. (jes)