Einigung zwischen Global Crossing und Börsenaufsicht geplatzt

Der GrĂĽnder des US-Carriers Gary Winnick bleibt weiter im Fadenkreuz der Justiz.

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Von
  • Torge Löding

Der mittlerweile an zwei asiatische Investoren verkaufte Carrier Clobal Crossing ist mit seinem Einigungsvorschlag gegenüber der US-Börsenaufsicht SEC gescheitert. Das Unternehmen hatte vorgeschlagen, betrügerische Praktiken in der Vergangenheit einzuräumen und sich davon zu distanzieren -- allerdings ohne dabei einzelnen Unternehmensvertretern Schuld zuzusprechen. Nach einem Bericht des Wall Street Journal lehnte die SEC dies ab, weil so jegliche Bestrafung von Managern, die betrügerische Praktiken angewandt haben könnten, ausgeschlossen wäre.

Untersucht wird insbesondere die Rolle von Global-Crossing-Gründer und Chairman Gary Winnick. Bereits im Mai 2001 hatte Winnick Unternehmens-Aktien im Wert von 123 Millionen US-Dollar abgestoßen. Es soll geklärt werden, inwiefern er dabei Insiderwissen über so gennante "Swap-Deals" genutzt habe. Diese wurden erst kürzlich von der SEC zu ungültigen Bilanztricks erklärt. Es handelt sich dabei um Geschäfte, bei denen sich zwei Telecom-Unternehmen gegenseitig Leitungskapazitäten mit gleichem Wert verkaufen, aber beide die Summe als Umsatz verbuchen -- obwohl es sich ja nur um ein Tauschgeschäft handelt. Global Crossing und Qwest hatten Anfang 2001 einen entsprechenden Deal über 100 Millionen US-Dollar abgeschlossen. (tol)