Astronaut Thomas Reiter über die Mondlandung
Das Euromir- und Astrolab-Missionsmitglied beschreibt in einem Essay, welche Bedeutung der vor 40 Jahren erfolgte "Small Step" für ihn hatte und hat.
40 Jahre ist der erste Ausflug des Menschen zu einem anderen Himmelskörper nun her: Am 20. Juli 1969 betraten Neil Alden Armstrong und Edwin Eugene "Buzz" Aldrin den Mond. Technology Review hat aus diesem Anlass den deutschen Astronauten Thomas Reiter gebeten, seine Gedanken zu dem Ereignis, das Generationen prägen sollte, aufzuschreiben.
Reiter, mittlerweile 51, studierte Luft- und Raumfahrt an der Bundeswehrhochschule Neubiberg. Während zweier Missionen 1995 (Euromir) und 2006 (Astrolab) verbrachte er insgesamt 350 Tage im All und führte drei Außenbordeinsätze durch. Der Diplomingenieur und Brigadegeneral ist heute Vorstand für Raumfahrtforschung und Entwicklung im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Köln.
In seinem Essay beschreibt Reiter, welche Bedeutung die Mondlandung für ihn hatte – und welche Chancen er für die heutige Raumfahrt noch immer darin sieht. "Der Blick aus der Ferne schärfte den Blick für die Nähe: Die Raumfahrt widmete sich nach dem Apollo-Programm mehr und mehr wissenschaftlichen Zwecken, dem Blick auf und dem Blick für die Erde." Es sei paradox, dass die Sensation der bemannten Mondmission heute verblasse.
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(bsc)