Neue Erkenntnisse zur Taktik von Junk-Mail-Versendern

Bei einer neuen US-Studie wurden über 20.000 eindeutige E-Mail-Adressen ins Web gestellt, um Spam-Wege zurückverfolgen zu können. Netzkommentatoren werden besonders häufig bedient.

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Forscher an der Indiana University haben in einer Studie untersucht, wie das Harvesting von E-Mail-Adressen im Web für Spam-Zwecke abläuft. Dazu wurden 22.230 eindeutige E-Mail-Adressen über fünf Monate lang ins Web eingestellt, um den daraus resultierenden Müllmail-Berg zu messen, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe.

Das Ergebnis ist ernüchternd: Wer seine Adresse etwa als lesbare Absenderangabe bei einem Web-Kommentar veröffentlicht, muss in der Hälfte der Fälle mit Spam rechnen. Weniger schlimm ist die Spam-Rate bei der direkten Eingabe der Adresse zur Registrierung – nur die wenigsten respektablen Angebote reichten die Angaben an Spammer weiter, so die Forscher.

Außerdem wurde im Rahmen der Studie eine neue Website angelegt, die Besuchern stets neue E-Mail-Adressen vorsetzte. Dabei ergab sich, dass die von Spammern verwendeten Crawler häufig aus eingegrenzten Bereichen des Netzes kamen, sodass sich durchaus eine Unterscheidung zu legitimen Suchmaschinen-Robotern vornehmen ließe. "Es könnte möglich sein, nur eine kleine Anzahl an Netzwerknummern zu blockieren, die mit Spamming-Crawlern zu tun haben, um das Abernten der Adressen größtenteils zu vermeiden", so die Forscher in der Studie.

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(bsc)