Chipfabrik-Betreiber veröffentlichen Finanzpläne nach Verhandlungsende
Communicant will das lang gehütete Geheimnis um Kosten und Projektfinanzierung nach Abschluss der Gespräche mit seinen Verhandlungspartnern lüften.
Der Betreiber der geplanten Chipfabrik in Frankfurt (Oder) will das lang gehütete Geheimnis um Kosten und Projektfinanzierung nach Abschluss der Gespräche mit seinen Verhandlungspartnern lüften. Dies sagte ein Sprecher der Communicant Semiconductor Technologies AG am Donnerstag. Seit Mittwoch verhandelt das Unternehmen mit der Investitionsbank des Landes Brandenburg über eine Landesbeteiligung in Höhe von 38 Millionen Euro. Zu den Geschäftszahlen der Chipfabrik gab es bisher nur Spekulationen.
Das High-Tech-Werk soll im Sommer 2003 vor den Toren der Oderstadt die Produktion aufnehmen. Baubeginn war am 7. Mai 2001. Bislang war eine Investitionssumme von rund 1,5 Milliarden Euro genannt worden. Diese Zahl sei inzwischen wegen niedrigerer Maschinenpreise gesunken. Communicant-Vorstand Dirk Obermann hatte kürzlich von Preissenkungen in Höhe von 10 bis 20 Prozent gesprochen.
Nach Angaben von Wirtschaftsminister Wolfgang Fürniß (CDU) ist das benötige Eigenkapital in Höhe von 325 Millionen US-Dollar (374 Millionen Euro) vorhanden. Vom US-Chip-Hersteller Intel und dem Emirat Dubai kämen insgesamt 290 Millionen US-Dollar. Die beiden Investoren sollen ihre Anteile gleichzeitig mit dem Land einzahlen. Auch die Jenoptik AG steuert einen Teil zum Eigenkapital bei.
"Ich gehe davon aus, dass sich Communicant um weitere Investoren bemüht", sagte Fürniß. Auch die Europäische Investitionsbank sei noch als Partner im Gespräch. Wie groß die Finanzierungslücke noch ist, wurde nicht bekannt. (dpa) / (anw)