Passport fĂĽr Java

Eine aus Australien stammende Software ermöglicht es Betreibern von Internet-Angeboten, die in Java programmiert sind, auf Microsofts Passport zuzugreifen.

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Das australische Softwarehaus BuyItOnline, Anbieter von E-Commerce-Lösungen, hat die nach eigenen Angaben weltweit erste Lösung entwickelt, um mit Java auf Microsofts Anmeldedienst Passport zuzugreifen. Die Klassenbibliothek JPassport lässt sich in eigene Servlets oder JSP-Anwendungen integrieren und stellt Entwicklern ein Java-Interface zu Microsofts Passport-SDK zur Verfügung.

Das Softwarepaket wird in Versionen fĂĽr Linux, Solaris, Max OS X und Windows NT/2000/XP zum Einsatz in verschiedenen Webservern und Java-Umgebungen angeboten und kostet 2500 australische Dollar (etwa 1500 Euro).

Einem Bericht der englischen Ausgabe von ZDNet zufolge haben die Australier bei der Entwicklung Unterstützung von Microsoft selbst bekommen. Über die Gründe für diese Zusammenarbeit lässt sich trefflich spekulieren: Einerseits versucht Microsoft gerade, sein .NET-Framework mit der neuen Programmiersprache C# gegen die Java-Plattform von Erzfeind Sun zu positionieren. Andererseits sind auch die so genannten MyServices, bei denen Passport eine zentrale Rolle spielt, Bestandteil der .NET-Initiative. Als Konkurrenz zu Passport hat Sun zusammen mit einigen anderen Herstellern die Liberty Alliance gegründet.

Offenbar ist den Redmondern das Geschäft mit den Diensten wichtiger als das Bestreben, Java-Entwickler zum Umstieg auf die eigene Plattform zu bewegen. Auf diese Weise nimmt Microsoft eine Schlüsselposition bei der Benutzerauthentifizierung auch auf Java-getriebenen Webseiten ein. (hos)