Technicolor wehrt sich gegen Piraterie-Vorwürfe
Thomson Multimedia hat den Darstellungen der RIAA widersprochen, wonach ihre Konzerntochter Technicolor Urheberrechtsverstöße begangen habe.
In einer Pressemitteilung hat Thomson Multimedia nun den Darstellungen der RIAA widersprochen, wonach ihre Konzerntochter Technicolor Urheberrechtsverstöße begangen habe. Der Verband der amerikanischen Musikindustrie (RIAA) hatte gegen das amerikanische Unternehmen Klage eingereicht mit dem Vorwurf, dass in Technicolors Produktionsstätte in Camarillo (Kalifornien) CDs illegal kopiert und diese Raubkopien auch von dort vertrieben worden seien.
Die angeblich wasserdichten Beweise, die die RIAA in der anstehenden Gerichtverhandlung nach Angaben ihres Vizepräsidenten Matt Oppenheim vorlegen will, wird Thomson nach eigener Darstellung entkräften. Rückendeckung erhält Technicolor nach eigenen Angaben zudem von der Motion Picture Association of America (MPAA), dem amerikanischen Interessensverband der Film-, Fernseh- und Videoindustrie. Diese sollen nach Angaben von Thomson Multimedia bereits öffentlich erklärt haben, keine Kenntnis von irgendwelchen Urheberrechtsverletzungen seitens Technicolor zu haben.
Auch sonst sichert sich Thomson Multimedia in seiner Pressemitteilung zu allen Seiten hin ab: So besteht das Unternehmen zu Beginn auf der Feststellung, dass sich die Vorwürfe der RIAA nur auf eine kleine Anzahl von Pressungen bezögen. Abschließend stellt das Unternehmen zudem fest, dass eventuell tatsächlich bestehende Ansprüche aufgrund eines Haftungsausschlusses, den Thomson bei der Übernahme von Technicolor im Jahre 2001 vereinbart habe, ins Leere laufen würden. (nij)