macOS-Aktualisierungen werden immer größer

Wer kleine SSDs in seinem Mac hat, muss bei Updates aufpassen – auch scheinbar schmale Patches nehmen erstaunlich viel Speicherplatz in Anspruch.

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MacBook Air M1

MacBook AIr mit M1-Chip.

(Bild: Apple)

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Seit macOS 11 alias Big Sur vergrößern sich die Downloads von Betriebssystem-Updates – und natürlich auch der Platzbedarf, der nach dem Entpacken anfällt. Das ist besonders problematisch, wenn man in seinem Rechner nur eine kleine SSD stecken hat. Der Apple-Experte und Blogger Howard Oakley machte sich nun einmal die Mühe und zählte zusammen, was mittlerweile an Paketumfängen zusammenkommt. Sein Ergebnis: Apple steckt seit Big Sur in einer "Hyperinflation" in Sachen Download-Größen – und keiner weiß, warum das so ist.

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In den letzten sechs Wochen wurde dies demnach besonders deutlich. Apple legte nach macOS 11.2 am 1. Februar insgesamt drei weitere Aktualisierungen vor, die auf M1-Macs zwischen 2 und 4,2 GByte groß waren. Insgesamt kamen für alle sechs bislang vorliegenden macOS-11-Updates auf Apple-Silicon-Macs über 22 GByte zusammen. Zum Vergleich: macOS 10.14 (Mojave) kam bei zehn Updates auf keine 22 GByte, macOS 10.15 (Catalina) mit zwölf Updates auf knapp 32 GByte.

Oakley rechnet hoch, dass der Gesamtumfang aller Patches bei macOS Big Sur bei M1-Macs auf bis zu 78 GByte ansteigen könnte, sollte sich Apple weiterhin derart ranhalten. Allein der dadurch generierte Traffic von den Update-Servern wäre gigantisch. "Hat Apple nicht versprochen, dass die Aktualisierung von Big Sur schneller und einfacher wird? Aus meiner Sicht der Dinge nicht."

Ein gutes Beispiel ist das jüngste macOS-Update 11.2.3. Hier nahm ein einfacher Hotfix für einen WebKit-Bug in Apples Browser Safari auf M1-Macs über 2 GByte an Download-Daten in Anspruch, entpackt noch deutlich mehr. Solche Dateigrößen war man bei Apple bislang nur von sogenannten Combo-Updates gewöhnt, in denen alle Patches der vergangenen Versionen steckten – doch diese bietet Apple seit Big Sur eigentlich gar nicht mehr an und sie mussten stets als Einzel-Downloads bezogen werden. Die neuen Riesen-Patches kommen jedoch über die reguläre macOS-Update-Funktion auf den Rechner.

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(bsc)