Google: Chrome-Browser auf dem Mac ein kleineres Speichermonster

Laut Angaben des Suchkonzerns zieht der bekannte Ressourcenfresser in Version 89 unter macOS weniger RAM und soll auch den LĂĽfter seltener anspringen lassen.

vorlesen Druckansicht 1 Kommentar lesen
Lesezeit: 2 Min.
Inhaltsverzeichnis

Wer auf seinem mobilen Mac lange arbeiten möchte, befolgt seit Jahr und Tag einen zentralen Tipp: Besser nicht Googles Chrome als Standardbrowser einsetzen, denn der zieht vergleichsweise viel Last – sowohl in Sachen Prozessor als auch Speicherverbrauch. Mit Firefox und insbesondere Apples hauseigenem Safari fährt man deutlich besser. Nun soll sich das mit einer neuen Chrome-Version verbessert haben – zumindest etwas, wie Google selbst behauptet.

Videos by heise

In der seit letzter Woche bereitstehenden Version 89 von Chrome für macOS hat der Suchriese nach eigenen Angaben "tief in den Kern von Chrome gegraben". Man habe aktualisiert, wie Speicher zugeordnet und wieder gelöscht werde, um Chrome "noch schneller und speichereffizienter" zu machen. Auf dem Mac soll das bedeuten, dass der Speicher-Fußabdruck für Hintergrund-Tabs – wer viele Tabs geöffnet hat, kennt das Problem – "geschrumpft" wurde. Das sei auf anderen Plattformen "bereits seit längerem" getan worden. Bis zu acht Prozent weniger Speicherverschwendung soll das ergeben, teilweise über ein GByte entspreche das.

Weiterhin wurde das sogenannte Tab Throttling, mit dem Hintergrund-Tabs weniger Last ziehen sollen (weil man sie schlichtweg nicht benötigt), unter macOS verbessert worden sein. Das bereits seit einiger Zeit verfügbare Feature sorgt angeblich für satte 65 Prozent Verbesserung beim sogenannten Apple-Energy-Impact-Wert, mit dem Apple den Energieverbrauch von Apps misst. "Damit bleibt der Mac kühler und die Lüfter sind ruhig", so Google.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externer Preisvergleich (heise Preisvergleich) geladen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen (heise Preisvergleich) übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

In wie weit Chrome mit diesen Verbesserungen tatsächlich besser mit Safari mithalten kann, bleibt abzuwarten. Optimierungen am Programmpaket ("Build, Packaging and Runtime Improvements") hat Google offenbar nur bei Android vorgenommen. Der Start von Chrome auf dem Mac ist immer noch langsamer als der von Safari. Den Unterschied kann man schon allein anhand der Größe des Binaries sehen: Safari wiegt auf einem Intel-Mac aktuell unter 40 MByte, während Chrome mehr als das Sechsfache an Speicherplatz für sein Programmpaket (250 MByte) belegt. (bsc)