Elsa verlässt den Neuen Markt
Als Grund fĂĽr den Wechsel der Aktie in den Geregelten Markt gibt der Aachener ISDN/DSL- und Grafikkarten-Spezialist die Kosten an.
Der angeschlagene ISDN/DSL- und Grafikkartenspezialist Elsa verlässt das Hightech-Börsensegment Neuer Markt. Die Aachener beantragten bei der Deutschen Börse, die Notierung der Aktien zum 28. März einzustellen; zum 2. April 2002 soll das Papier dann am Geregelten Markt geführt werden. Die WKN 507360 gelte aber auch weiterhin für die Elsa-Aktien.
Als Grund für den Wechsel gibt Elsa die Kosten an: "Vor dem Hintergrund der aktuellen Gegebenheiten an den Kapitalmärkten und der gegenwärtigen Situation des Unternehmens haben sich der Vorstand und der vorläufige Insolvenzverwalter zur Senkung der Kosten für einen Segmentwechsel entschieden", heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Für eine Notierung am Neuen Markt sind beispielsweise zwei so genannte "Designated Sponsors" notwendig, meist Banken, die sich ihre Betreuung auch kräftig honorieren lassen. Die Betreuer sollen einen reibungslosen Ablauf des Handels garantieren; sie sind etwa dafür zuständig, verbindliche Kauf- und Verkaufsangebote in das elektronische Orderbuch zu stellen. Neben den Kosten für die Designated Sponsors kommen am Neuen Markt gegenüber dem geregelten Markt höhere Listinggebühren und die Pflicht zur Präsentation von vier Quartalsberichten hinzu.
Allerdings muss ein insolventes Unternehmen nach den Regeln des Neuen Marktes über kurz oder lang sowieso dieses Segment verlassen. Ein neuer Investor aber, der die Firma rettet und absehbar aus der Insolvenz führt, wurde bislang noch nicht gefunden. Bislang ist die Liquidität noch durch die kreditgebenden Banken gesichert, die Elsa mit einem Übergangskredit erst einmal über die Runden halfen. (jk)