100 Millionen Euro Schaden bei der Telekom durch Hochwasser

Bis Mitte September soll durch mobile Vermittlungsstellen das Netz in den Hochwassergebieten wieder funktionsfähig sein. Die endgültige Beseitigung der Schäden soll bis Mitte 2003 dauern.

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  • dpa

Die Deutsche Telekom geht von 100 Millionen Euro Schaden an Technik und Gebäuden des Unternehmens durch das Hochwasser im Osten und Süden Deutschlands aus. "Über 165 Gebäude und wertvolle technische Anlagen wurden erheblich beschädigt oder völlig zerstört", sagte Telekom-Vorstand Josef Brauner am Donnerstag in Dresden. Bis Mitte September soll durch mobile Vermittlungsstellen das Netz in den Hochwassergebieten wieder funktionsfähig sein. Die endgültige Beseitigung der Schäden werde aber bis Mitte 2003 dauern.

Nach Angaben von Brauner wurde die Hauptvermittlungsstelle auf dem Dresdner Postplatz erfolgreich gegen die Flut geschützt. "Das ist einer von 23 Knotenpunkten in Deutschland, über die allein 160.000 Telefonleitungen laufen. In Gebieten, in denen die Versorgung dagegen zusammengebrochen war, wurden mobile öffentliche Telefone aufgebaut, berichtete Brauner. Zudem gab die Mobilfunktochter T-Mobile während der Überschwemmung 1.500 Handys an Hilfsorganisationen und Behörden aus und stellte zudem Opfern und Helfern 7.600 Handys zur Verfügung.

In einer Sonderaktion erhalten betroffene Geschäftskunden für drei Monate ein kostenloses Leihgerät. "In dieser Zeit verzichten wir auf die monatlichen Grundgebühren und gewähren ein Gesprächsguthaben in Höhe von 50 Euro." Weitere 5000 Geräte stehen für Privatkunden -- ebenfalls ohne Grundgebühr -- bereit, deren Festanschlüsse weiter gestört sind. Diese Sonderaktionen umfassen Leistungen im Wert von einer Million Euro. Derzeit sind nach Telekom-Angaben in Dresden nach wie vor rund 20.000 von den zunächst 90.000 defekten Anschlüssen gestört. Ursachen sind Ausfall der Stromversorgung oder beschädigte Kabel und Anschlussdosen. (dpa) / (jk)