Verbesserungen bei Industrierobotern

Die dienstbaren Automaten haben dazugelernt und kommen nun für Jobs in Frage, in denen bisher nur Handarbeit zählte.

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Sie liegen wie durcheinandergewürfelt auf dem Tisch: Dutzende rechteckige Plastikkappen, Bauteile für das Innenleben eines Kleinwagens. Dann drückt Rüdiger Winter den Startknopf, und zischend beginnt der Greifer sein Werk: Im Sekundentakt schnappt er sich eine Kappe nach der nächsten und sortiert sie in Reih und Glied auf die andere Seite des Tisches. "Der Roboter kann sehen", erklärt Winter, Manager beim US-Hersteller Adept Technology. "Über dem Tisch hängt eine Kamera. Sie ermittelt die Lage jeder einzelnen Kappe und dirigiert den Greifer zu ihr hin."

Die kleine Demonstration zeigt, in welche Richtung die aktuelle Entwicklung bei Industrierobotern geht: Die Technik wird schneller, cleverer und vielseitiger, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe in einem Fokus zum Thema. Mittlerweile stehen mehr als eine Million der Großgeräte in den Werkhallen der Welt, Tendenz steigend. Ihre Erbauer trachten danach, sie immer flexibler zu machen – mit dem Hintergedanken, neue Einsatzfelder für die dienstbaren Automaten zu erschließen. Insgesamt vier aktuelle Trends sehen Experten für die nächsten Jahre: Die Integration von Bilderfassungssystemen, mehr Geschwindigkeit, sensiblere Arme und Greifer und die Nutzbarkeit in immer mehr Bereichen.

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(bsc)