macOS 11.4 auf M1-Macs bootet wieder Backups

Eine lange in Big Sur vermisste Funktion kommt in der jüngsten Beta zurück. Das Sicherungstool SuperDuper! beherrscht sie bereits.

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M1-Macs mit iMac.

(Bild: Apple)

Lesezeit: 2 Min.

Apple hat Erbarmen mit Mac-Nutzern, die bootbare Backups benötigen: Ab macOS 11.4 ist diese Funktion auch auf aktuellen Maschinen mit M1-Chip wieder verfügbar – zuvor ging es (mit Mühe) nur bei Intel-Macs. Das hat der Entwickler Dave Nanian, bekannt vom Sicherungswerkzeug SuperDuper!, bei erstens Tests der Beta von macOS 11.4 festgestellt.

Der Mac-Hersteller hatte in der ARM-Version von macOS ein Werkzeug nicht korrekt portiert, das für das Erstellen bootbarer Backups notwendig ist: Apple Software Restore, kurz asr. Mit der neuen Version ändert sich dies. SuperDuper! ist bereits in einer neuen Beta 3.5 B1 erhältlich, die bootbare Backups auf M1-Macs unterstützt. Konkurrent Carbon Copy Cloner dürfte folgen.

Zuvor hatte asr auf M1-Macs nur das System-Volume kopiert, in dem das Betriebssystem liegt, danach aber verschiedene Fehler ausgespuckt – darunter, dass das "Format des Quell-Volume jetzt noch nicht unterstützt" werde. Dabei war dies APFS, Apples hauseigenes Dateisystem, das von M1-Macs natürlich auch verwendet wird.

Zwischenzeitlich hatte Nanian einen Workaround für das Erstellen von Big-Sur-Systemklonen publiziert, bei dem eine ältere SuperDuper!-Version zum Einsatz kam. Mit dieser konnte man zumindest die für den Nutzer relevante Datenpartition (Data Volume) sichern. Anschließend musste man ein frisches macOS darüber installieren, um das System bootbar zu machen. Das galt allerdings nur für Intel-Macs, nicht für jene mit dem neuen M1-Chip.

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SuperDuper! 3.5 soll den kompletten Prozess nun wieder in einer App ermöglichen – plus der Möglichkeit, ab macOS-11.4-Beta auch auf ARM-Maschinen bootbare Backups zu erstellen. Unklar bleibt allerdings, ob dies auch noch in der Finalversion möglich ist – Apple verändert Betas während der Testphase. Bootbare Intel-Backups und M1-Backups lassen sich untereinander nicht austauschen, allerdings ist die Datenpartition kopierbar – auch über den Migrationsassistenten.

Beim ersten Backup-Durchgang mit SuperDuper! 3.5 muss das Backup erst gelöscht und komplett neu angelegt werden, danach sind wieder Smart-Updates nur für neue Daten möglich. Nanian zufolge ergeben sich aus der Trennung von Daten- und System-Volumes künftig neue Möglichkeiten – so könnte man etwa trotz neuer Daten auf eine ältere macOS-Version zurückkehren, falls der Nutzer das wünscht.

(bsc)