"Spiegel": Bundeswirtschaftsministerium sieht Ende der Krise
Die deutsche Wirtschaft hat aufgehört zu schrumpfen. Zu diesem Schluss kommen die Konjunkturexperten des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi), so das Nachrichtenmagazin.
Die deutsche Wirtschaft hat aufgehört zu schrumpfen. Zu diesem Schluss kommen laut dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" die Konjunkturexperten des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi). In einer internen Schnellschätzung für das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal 2009 errechneten sie eine schwarze Null. Damit gelte die Rezession als beendet. Sie war die bislang schwerste in der Geschichte der Bundesrepublik; seit dem zweiten Quartal 2008 schrumpfte die deutsche Wirtschaft. Den Berechnungen liegen die Zahlen der Monate April und Mai dieses Jahres zugrunde, für den Juni behilft sich das Ministerium mit Plausibilitätsannahmen. Die offiziellen Wachstumszahlen des zweiten Quartals wird das Statistische Bundesamt im August veröffentlichen.
Wichtige Kennziffern legten unerwartet zu. So nahm der Auftragseingang im Mai gegenĂĽber dem Vormonat um 4,4 Prozent zu, die Industrieproduktion sogar um 5,1 Prozent. Einen derart deutlichen Anstieg hatten die Mitarbeiter von Ressortchef Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) in ihrer letzten Prognose nicht angenommen.
Die Entwicklung könnte dazu führen, dass die Bundesregierung ihre Konjunkturprognose für 2009 von minus sechs Prozent nach oben korrigiert. Dennoch rechnet das BMWi nicht mit einer kräftigen Erholung. Vielmehr werde das Wachstum nun langsam Tritt fassen und sich erst im Laufe der Zeit beschleunigen. Zugleich drohe die Gefahr neuer Rückschläge. So könnte der absehbare Anstieg der Arbeitslosigkeit gegen Ende des Jahres zum Einbruch des Konsums führen und so neue Verunsicherung schaffen. (se)