Linux-PDA Yopy: Es gibt ihn doch (Update)
Inzwischen ist er fast legendär, der Linux-PDA der Firma G.Mate. Nun präsentieren die Koreaner tatsächlich den aufklappbaren Organizer, der ein wenig an einen Tricorder aus "Star Trek -- Next Generation" erinnert.
Inzwischen ist er fast legendär, der Linux-PDA der koreanischen Firma G.Mate. Schon seit über zwei Jahren geistert der Yopy schemenhaft durch die IT-Gazetten. Diverse Versuche, bei G.Mate ein Rezensionsexemplar zu ergattern, sind gescheitert. Nachdem Samsung der Entwicklerfirma die Zusammenarbeit aufgekündigt hatte, glaubte vermutlich kaum noch jemand an die Existenz des Geräts.
Anlässlich der CeBIT haben wir einen erneuten Anlauf unternommen und sind in Halle 2 A01 vorstellig geworden. Und siehe da: Auf einem nicht einmal zehn Quadratmeter großen CeBIT-Stand präsentierten die Koreaner tatsächlich den aufklappbaren Linux-PDA, der ein wenig an einen Tricorder aus der "Star Trek – Next Generation" erinnert. Nach langen Überredungsversuchen überließen uns die G.Mate-Mitarbeiter ein Gerät.
Der Yopy wird von einem ARM-Linux mit Kernel 2.4.2 betrieben, das G.Mate auf den Namen Linupy getauft hat. Der Yopy verfügt ebenso wie Sharps Linux-PDA Zaurus über 64 MByte RAM, 16 MByte ROM und 240 x 230 Pixel fassendes Farb-TFT -- allerdings ohne Hintergrundbeleuchtung. Das Gerät schluckt Multimedia Cards (MMC) und verfügt über eine integrierte Minitastatur. Die grafische Bedienoberfläche setzt auf X Window auf: So finden sich unter den Applikationen etwa die altbekannten xcalc oder xclock, aber auch GTK- beziehungsweise Gnome-Programme sind mit von der Partie. Insgesamt präsentiert der Yopy eine recht merkwürdige Mischung verschiedenster Software-Pakete: als Browser kommt beispielsweise das WWW-Urgestein Mosaic zum Einsatz. Ein Telefonmodul, das als Jacket auf den Yopy gesteckt wird, ist für den koreanischen Markt bereits verfügbar, ein entsprechendes GSM-Modul ist laut G.Mate in Vorbereitung. Bislang verkauft G.Mate den Yopy für 399 US-Dollar zuzüglich Versandkosten über seine Website, ein europäischer Distributor hat sich auch kürzlich gefunden. Mit 666 Euro kostet die "europäische" Version jedoch deutlich mehr. (vza)