Europäische Unternehmen wollen wieder mehr in IT investieren

Nach einer Studie von IDC und Microsoft wollen 82 Prozent der Unternehmen ihre IT-Ausgaben momentan auf gleichem Niveau halten oder erhöhen.

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Microsoft ist nicht nur um das eigene Wohlergehen bemüht, sondern auch um die gesamte IT-Branche besorgt. Umso schöner für die Redmonder, dass sich die europäischen Unternehmen auf den Aufschwung vorbereiten. Das zumindest ergibt eine Studie, die die International Data Corporation (IDC) im Auftrag von Microsoft erstellt hat.

Demnach gaben 82 Prozent der befragten Unternehmen an, dass sie ihre IT-Ausgaben momentan auf gleichem Niveau halten oder erhöhen. 43 Prozent wollen im IT-Bereich mehr Geld ausgeben als vor einem Jahr. Die am häufigsten genannten Gründe für IT-Investitionen sind die Steigerung der Effizienz im Unternehmen und die Optimierung von Prozessen. 59 Prozent der Unternehmen gaben dabei an, diese Verbesserungen in erster Linie durch Lösungen für die bessere Zusammenarbeit von Mitarbeitern und Integration bestehender Infrastrukturen erreichen zu wollen.

52 Prozent der befragten Unternehmen gehen von einer Verbesserung des Wirtschaftsklimas innerhalb der nächsten zwölf Monate aus. Als wichtigste Wachstumsfaktoren wurden in diesem Jahr die Konjunktur und das wirtschaftliche Gesamtumfeld genannt, wobei 87 Prozent -- und damit 10 Prozentpunkte mehr als bei der Umfrage im Jahr 2001 -- zudem die Informationstechnologien als einen zentralen Impulsgeber für das Wachstum ansehen. Fast ein Viertel der Befragten erwartet, dass "Technologie" in den nächsten zwei Jahren wieder auf den ersten Platz der wichtigsten Wachstumsfaktoren vorrücken und "Wirtschaft" auf den zweiten Platz verdrängen wird.

Aus der Sicht von Microsoft eine wichtige weitere Erkenntnis: 60 Prozent der befragten Unternehmen wĂĽrden sich fĂĽr Webservices entscheiden, wie sie vom Redmonder Riesen geplant sind.

Unter allen untersuchten Ländern scheint Deutschland am meisten von der Konjunkturflaute betroffen. Gleichzeitig herrscht hier der größte Optimismus: 66 Prozent der Unternehmen erwarten, dass sich das Wirtschaftsklima in den nächsten zwölf Monaten verbessert. Als größte Vorteile ihrer IT-Investitionen nannten 73 Prozent der deutschen Firmen optimierte Geschäftsprozesse und höhere Produktivität. In Deutschland ist "Sicherheit" für 46 Prozent der Unternehmen der Hauptgrund dafür, dass die Firmen derzeit von weiteren mobilen Lösungen absehen.

Die Studie wurde in Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, Schweden und Großbritannien durchgeführt. Befragt wurden Entscheidungsträger aus 550 Unternehmen verschiedener Branchen mit mindestens 500 Mitarbeitern, die etwa auf die sechs Länder gleich verteilt sind. 52 Prozent der befragten Unternehmen hatten mehr als 1000 Mitarbeiter. (anw)