DGB: MobilCom hat wie ein GlĂĽcksspieler gezockt
Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat davor gewarnt, den Zusammenbruch des Mobilfunkanbieters MobilCom zum Thema im Wahlkampf zu machen.
Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat davor gewarnt, den Zusammenbruch des Mobilfunkanbieters MobilCom zum Thema im Wahlkampf zu machen. "Wer jetzt die Bundesregierung fĂĽr die hohen Preise beim Verkauf der UMTS- Lizenzen vor zwei Jahren und letztlich fĂĽr das Scheitern von MobilCom verantwortlich macht, der hat nicht verstanden, worum es damals ging", sagte der Vorsitzende des DGB Nord, Peter Deutschland, heute in Kiel. Die Firmen, die damals mitboten, "haben wie GlĂĽcksspieler gezockt und die Preise ins Absurde hochgetrieben, auch MobilCom".
Bundeswirtschaftsminister Werner Müller (parteilos) hat für heute zu einem Krisengespräch über Auffanglösungen für den finanziell schwer angeschlagenen Mobilfunkanbieter nach Berlin eingeladen. An dem Treffen nehmen auch Firmenchef Thorsten Grenz und Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Rohwer (SPD) teil. Die Bundesregierung hat bereits finanzielle und juristische Hilfe in Aussicht gestellt, um dem von Insolvenz bedrohten Unternehmen unter die Arme zu greifen. (ad)