Italien: Nationale Regeln nach tödlichem E-Scooter-Sturz gefordert

Nachdem in der Nähe von Mailand ein 13-jähriger Junge bei einem Unfall mit einem E-Scooter gestorben ist, werden wieder Rufe nach strengeren Vorgaben laut.

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(Bild: SFIO CRACHO/Shutterstock.com)

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  • dpa

Nach dem Tod eines 13 Jahre alten Jungen bei einem E-Scooter-Unfall in Norditalien hat der Bürgermeister der Stadt Sesto San Giovanni eine Helmpflicht eingeführt. Außerdem solle die Höchstgeschwindigkeit auf Fahrradwegen bei 20 Kilometern je Stunde und in Fußgängerzonen bei 5 Kilometern je Stunde liegen, teilte Roberto Di Stefano mit. Der Teenager war laut Medien am Montagnachmittag auf einem Fahrradweg in der zum Großraum Mailand gehörenden Stadt unterwegs.

Aus bislang ungeklärter Ursache stürzte er den Berichten zufolge und starb später in einer Klinik an seinen Verletzungen. Der Junge soll keinen Helm getragen haben. Über den Fall berichteten zahlreiche Medien und brachten eine alte Debatte wieder auf. In der Politik wurden Forderungen nach einer nationalen Regelung für E-Scooter laut. Ab dem ersten Dezember werde auch die Stadt Florenz eine Helmpflicht für E-Scooter-Fahrer einführen, twitterte Bürgermeister Dario Nardella noch am Montag.

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Wie auch anderswo sorgen in Italien neben den privaten E-Scootern die ausleihbaren E-Tretroller verschiedener Anbieter für Unmut. In den großen Städten versperren sie mitunter Wege oder Menschen fahren zu zweit darauf. Die Transportkommission in der Abgeordnetenkammer arbeitet derzeit an einem Gesetzesvorschlag. Dieser sieht ein Mindestalter von 18 Jahren und eine Helmpflicht vor. Außerdem wäre die Fahrt mit mehreren Personen auf einem E-Scooter verboten. Bei Verstoß würde eine Strafe von 50 bis 250 Euro drohen. Die Roller sollen auch nicht mehr auf Gehwegen, sondern nur an speziellen Punkten geparkt werden dürfen.

(mho)