Software-Haus SER weist Untreue-Vorwurf zurĂĽck
Auch der Insolvenzantrag sei nicht verspätet gestellt worden, erklärte das Unternehmen.
Die Softwarefirma SER Systems AG hat die Vorwürfe der Untreue zurückgewiesen. Auch der Insolvenzantrag sei nicht verspätet gestellt worden, erklärte das Unternehmen. Der Staatsanwaltschaft werde jede Hilfe bei ihren Ermittlungen gewährt. Schon vor der Hausdurchsuchung am Donnerstag sei dieser Behörde angeboten worden, ihr "sämtliche relevanten Geschäftsunterlagen zur Verfügung zu stellen". Die Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK) hatte Strafanzeige gegen 14 Führungskräfte des nach eigenen Angaben fünftgrößten Software-Anbieters in Deutschland erstattet.
Keiner der derzeitigen Manager habe sich persönlich bereichert, betonte SER Systems. Auch illegale Käufe oder Verkäufe von Vermögenswerten der Firma hätten sie nicht getätigt. Der Insolvenzantrag sei innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Frist am 4. Juli gestellt worden. Der Alleinvorstand Kurt-Werner Sikora ist erst seit 17. Juni im Amt. Sein Vorgänger Gert Reinhardt wohne inzwischen in Großbritannien, hieß es bei SER. Am Donnerstag hatten 50 Polizisten und 4 Staatsanwälte 16 Firmen- und Privatobjekte von SER-Managern in 4 Bundesländern durchsucht. (dpa) / (jk)