"Stalker 2": Per NFT zur Videospielfigur

Die Entwickler von "Stalker 2" bieten einen Platz im Shooter an: Wer ein NFT ersteigert, kann sich als NPC verewigen lassen.

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(Bild: GSC Game World)

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Die Entwickler von "Stalker 2" versteigern NFTs, dessen Besitzerinnen oder Besitzer als Nebenfigur in den kommenden Ego-Shooter eingebaut werden. Wer das NFT besitzt, wird vom ukrainischen Entwicklerstudio eingescannt und soll schlieĂźlich als sogenannter Nichtspieler-Charakter (NPC) im Spiel auftauchen. Diese Figur soll sowohl im Einzelspieler- als auch im Koop-Teil eine Rolle spielen.

Drei "Metahuman"-NFTs sollen im Januar versteigert werden, registrieren kann man sich auf der Webseite schon jetzt. Der oder die drei Höchstbietenden dürfen sich dann vor Ort bei den Entwicklern in Kiew einscannen lassen, um als digitales Abbild in "Stalker 2" integriert zu werden – diesen Prozess bezeichnet GSC Game World großspurig als "metaversiale Brücke". In einer Pressemitteilung verspricht das Unternehmen noch weitere NFT-Versteigerungen, deren Inhalte aber noch offen sind. GSC Game World betont allerdings, dass die NFTs das Gameplay von "Stalker 2" nicht beeinträchtigen sollen.

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Die Idee, Menschen als NPCs für Videospiele einzuscannen, ist freilich nicht neu. Meist werden Schauspielerinnen und Schauspieler dafür bezahlt, es gibt aber auch Ausnahmen: Das Entwicklerstudio Cloud Imperium Games hat etwa öffentlich nach Personen gesucht, die sich in "Star Citizen" verewigen lassen möchten. Es wäre also nicht unbedingt nötig gewesen, die Ingame-Modellierung mit einem NFT zu verbinden.

"Unsere Spieler können eine tiefere Präsenz im Spiel bekommen", begründet GSC-Chef Evgeniy Grygorovych die NFT-Versteigerung in einer Mitteilung. Er spricht von einer "einzigartigen Meta-Erfahrung". Für die praktische Umsetzung arbeitet GSC Game World mit der Plattfrom DMarket zusammen, die unter anderem einen Marktplatz für den Austausch von Spiele-Items betreibt. "Stalker 2" wurde 2010 angekündigt und soll im April 2022 endlich auf den Markt kommen.

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Immer mehr Entwicklerstudios springen aktuell auf den NPC-Zug auf: Nach Ubisofts ersten Blockchain-Experimenten mit dem Online-Shooter "Ghost Recon Breakpoint" hat auch die umstrittene Entwickler-Ikone Peter Molyneux ein Videospiel mit NFT-Elementen angekündigt. In der virtuellen Welt von "Legacy" können Spielerinnen und Spieler Land erwerben, Geschäfte aufbauen und damit echtes Geld einspielen.

(dahe)