NetCologne profitiert von negativen Schlagzeilen über ish
Die Negativschlagzeilen über den Kölner Kabelnetzbetreiber ish beschert dem Konkurrenzunternehmen NetCologne derzeit einen Kundenansturm.
Die Negativschlagzeilen über den Kölner Kabelnetzbetreiber ish beschert dem Konkurrenzunternehmen NetCologne derzeit einen großen Kundenansturm. "Bis zu 500 Kunden wollen täglich zu uns wechseln, weil sie die TV-Empfangsstörungen und Gebührenerhöhungen bei der Konkurrenz nicht mehr hinnehmen wollen", sagte NetCologne-Geschäftsführer Werner Hanf gegenüber dpa. Bis Mitte 2003 wolle der nach eigenen Angaben größte regionale Anbieter nun 100.000 statt bisher 75.000 Kölner Kabel-Haushalte erreichen.
Gleichzeitig fürchtet Hanf, dass langfristig die gesamte Breitbandkabel-Branche unter den negativen Berichten leiden könne. Die von ish übernommenen Netze der Telekom seien zu überhastet aufgerüstet worden, kritisierte Hanf. "Da kommt es zwangsläufig zu Fehlern und Störungen." NetCologne verfügt im Gegensatz zu ish über ein eigens aufgebautes Kabelnetz, das seit 1997 in Betrieb ist und nach Angaben der Firma "von Anfang an für die Nutzung multimedialer Dienste ausgelegt" wurde. "Leider können auf Grund der eingeschränkten Kapazität nicht alle Kundenanträge umgesetzt werden", zeigte sich der NetCologne-Geschäftsführer untröstlich. Neben dem Zugang zum eigenen TV-Kabelnetz mit Telefonie- und Internet-Funktionen bietet NetCologne als einer der größten deutschen Stadtnetzbetreiber auch ISDN- und DSL-Anschlüsse an. (jk)