50 Euro ist bei Mobilfunk die Schmerzgrenze

Nur 20 Prozent der Mobilfunk-Kunden wĂĽrden laut einer Marktanalyse mehr Geld ausgeben.

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Mehr als 50 Euro wollen die meisten deutschen Mobilfunk-Kunden monatlich nicht ausgeben. Dies hat die Unternehmensberatung Putz & Partner durch eine Marktanalyse festgestellt, für die nach eigenen Angaben diverse Studien herangezogen wurden. Nur 20 Prozent der Mobilfunk-Kunden würden mehr Geld ausgeben. Gleichzeitig herrsche Unzufriedenheit über die undurchsichtige Gebührenstruktur und über die im europäischen Vergleich sehr hohen Kosten für mobiles Telefonieren in Deutschland. "Nur noch ein Drittel der Kunden schließt heute einen Standard-Vertrag ab; die Mehrheit bevorzugt Prepaid-Angebote", heißt es bei der Unternehmensberatung.

Vor diesem Hintergrund erscheint der wirtschaftliche Erfolg des neuen Mobilfunk-Standards UMTS zunehmend fraglich. Die Unternehmen, die UMTS wollen und milliardenteure Lizenzen ersteigert haben, gehen in ihren Geschäftsmodellen von monatlichen Einnahmen von 100 Euro und mehr je Kunde aus. Die Absatzzahlen von UMTS-Vorläufern wie GPRS und i-Mode liegen bislang unter den Erwartungen.

Auch Multi Media Messaging (MMS) ist vorerst noch ein Verlustgeschäft. Für die Anbieter werde es in nächster Zeit entscheidend sein, ihre Angebote wesentlich differenzierter und zielgruppengerechter zu vermarkten. Jugendliche Nutzer seien eher für zusätzliche Spiele zu begeistern, während Geschäftskunden eher für mobile Office-Anwendungen und regionale Zusatzinformationen zu zahlen bereit wären. (anw)