US-Aktionäre klagen gegen Vivendi und Ex-Vorstandschef
Jean-Marie Messier und dem hochverschuldeten Unternehmen werden falsche und irrefĂĽhrende Angaben ĂĽber die finanzielle Lage vorgeworfen.
US-Aktionäre haben Sammelklage gegen den französischen Medienkonzern Vivendi Universal und Ex-Vorstandschef Jean-Marie Messier eingereicht. Dies bestätigte die US-Anwaltskanzlei Wolf Haldenstein Adler Freeman and Herz. Messier und dem hochverschuldeten Unternehmen werden falsche und irreführende Angaben über die finanzielle Lage vorgeworfen. Dies habe den Aktienkurs künstlich aufgebläht. Vivendi Universal hat dazu keine Stellungnahme abgegeben.
Unterdessen wurde bekannt, dass der nach AOL Time Warner weltweit zweitgrößten Medienkonzern die Bekanntgabe seiner Halbjahreszahlen 2002 verschieben will. Ursprünglich war die Veröffentlichung für den 26. Juli vorgesehen. Der neue Vorstandschef Jean-René Fourtou, der Messier abgelöst hatte, will bis September einen finanziellen Restrukturierungsplan ausarbeiten. Die französische Börsenaufsichtskommission prüft derzeit, ob Vivendi Universal die Märkte fehlerhaft informiert hat. Bei allgemein deutlichen Kursrückgängen an der Pariser Börse gab die Vivendi-Aktie am Freitag um 4,12 Prozent auf 17,45 Euro nach. (dpa) / (anw)