Schwacher Bass bei In-Ear-Kopfhörern

Oft heißt es, der Bass klinge mit In-Ear-Kopfhörern übertrieben laut. Mein Eindruck: Musik klingt recht dünn, Bass ist kaum vorhanden. Woran liegt das?

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Beim Test von In-Ear-Kopfhörern schreibt Ihr oft, dass der Bass übertrieben laut sei. Ich habe mir neue In-Ears gekauft und muss hingegen feststellen, dass der Bass kaum vorhanden ist und Musik sehr dünn klingt. Woran liegt das?

Damit In-Ears tiefe Frequenzen auf das Trommelfell übertragen können, muss die elastische Manschette Ihren Gehörgang möglichst gut abdichten. Sind die Manschetten etwas zu klein oder Ihr Gehörgang etwas zu groß, dann kann Luft entweichen, wodurch der Basspegel massiv einbricht. Probieren Sie also ruhig größere (oder auch kleinere) Manschetten aus, die der Hersteller den In-Ears beilegt und vergleichen Sie die Basswiedergabe.

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Einige neuere Modelle wie etwa die AirPods Pro von Apple messen den Schalldruck im Ohrkanal und passen den Basspegel automatisch an, wenn die Manschetten nicht optimal abdichten. Sie können zudem über spezielle Ventile den Luftdruck ausgleichen und damit das unangenehme Propfengefühl mindern. Aber auch hier lohnt ein Klangvergleich mit anderen Manschettengrößen.

Für die saubere Wiedergabe tiefer Töne müssen die elastischen Manschetten von In-Ears (im Bild: Mackie MP-240) den Gehörkanal gut abdichten. Liegen mehrere in unterschiedlichen Größen bei, testen Sie gegebenenfalls ein anderes Paar.

(hag)