Vertreter der Plattenindustrie fĂĽr Abgaben auf gebrauchte CDs

Die Verkaufszahlen von CDs stagnieren. Die Plattenindustrie ist auf der Suche nach anderen Verdienstmöglichkeiten. In den USA scheinen Abgaben auf Gebraucht-CDs ein Weg zu sein.

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Mit einem Gesamtvolumen von 13 Milliarden US-Dollar stagnierte der Verkauf von Tonträgern in den USA im vergangenen Jahr knapp auf dem Niveau des Vorjahres. Die Plattenindustrie sieht in der ungebremsten Tauschfreude der Netzgemeinde eine der Hauptursachen. Doch nicht nur die Tauschbörsen machen den Rechteinhabern sorgen. Auch der Handel mit gebrauchten CDs führt zunehmend zu Umsatzrückgängen, so Vertreter der Platten-Lobby in der jüngsten Ausgabe des Fachblattes "Billboard"

Neben kleinen Geschäften, die sich auf den An- und Verkauf von CDs spezialisiert haben, sind es inzwischen auch die Großen der Branche, die mit gebrauchter Musik verdienen wollen: Tower Records, eine der großen Handelketten in den USA, bietet inzwischen in zwölf Filialen neben neuen auch gebrauchte CDs an. Viele dieser CDs, so ein Sprecher der RIAA, würden zuhause digitalisiert und danach wieder verkauft. Als Konsequenz dieser Entwicklung schlagen einzelne Vertreter der Plattenindustrie daher vor, auch auf Zweitverkauf von Tonträgern eine Urheberrechtsabgabe zu erheben. (sha)