Smartwatch: Fitbit ruft Ionic wegen Verbrennungsgefahr zurĂĽck

Der Akku der Fitbit Ionic kann ĂĽberhitzen und Verbrennungen verursachen. Die Google-Tochter bietet RĂĽckerstattung an.

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(Bild: Fitbit)

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Die Google-Tochter Fitbit ruft Smartwatches der Ionic-Reihe wegen Überhitzungsgefahr zurück. "Deine Sicherheit hat für uns immer oberste Priorität, und wir ergreifen diese Schritte als reine Vorsichtsmaßnahme", schreibt das Unternehmen in einer Support-Seite.

Der Lithium-Ionen-Akku der Smartwatch von Fitbit neige dazu, zu überhitzen, berichtet die US-amerikanische Behörde Consumer Product Safety Commission. Es bestehe Brandgefahr. Betroffen sind demnach Uhren mit der Modellnummer FB503, die an der Rückseite der Smartwatch zu finden ist.

Ob das eigene Gerät betroffen ist, verrät der Blick auf die Rückseite der Uhr.

(Bild: Fitbit)

Fitbit rät dazu, auch bislang funktionstüchtige Uhren der Reihe Ionic nicht mehr zu verwenden. Stattdessen sollen sich Nutzerinnen und Nutzer über ein Formular an Fitbit wenden. Wenn die Uhr nach Rücksprache mit dem Hersteller zurückgesendet wird, erstattet die Google-Tochter US-Nutzerinnen und -Nutzern 300 US-Dollar zurück. Außerdem verspricht Fitbit betroffenen Usern in den USA einen Discount-Code auf neue Geräte in Höhe von 40 Prozent. Auf einer Support-Seite für Deutschland nennt Fitbit zwar keine konkreten Zahlen, verspricht aber eine Rückerstattung und einen "Sonderrabatt" mit 90 Tagen Gültigkeit.

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Dem Bericht der Consumer Product Safety Commission zufolge sind bei Fitbit international 174 Berichte von ĂĽberhitzenden Akkus eingegangen. 78 Berichte in den Vereinigten Staaten seien mit Verbrennungen einhergegangen, darunter zwei Verbrennungen des dritten und vier Verbrennungen des zweiten Grades. Der RĂĽckruf sei freiwillig von Fitbit eingeleitet worden.

Fitbit verkauft die Ionic-Smartwatch seit 2017, 2020 wurde die Produktion laut Hersteller eingestellt. Auf der deutschen Webseite wird die Uhr mittlerweile nicht mehr angeboten, bei einigen Onlinehändlern ist sie allerdings aktuell noch zum Kauf verfügbar. Der New York Times sagte ein Fitbit-Sprecher, die Berichte über Brandverletzungen beträfen weniger als 0,01 Prozent aller verkauften Uhren. Andere Fitbit-Produkte seien nicht von den Problemen betroffen. Fitbit gehört seit Januar 2021 zu Google. Der Kaufpreis lag bei 2,1 Milliarden US-Dollar.

(dahe)