"Reading Coach": Microsoft-Software soll Lesenlernen erleichtern

Im Sommer veröffentlicht Microsoft den "Reading Coach". Innerhalb der Teams-Software "Reading Progress" soll der Coach Kinder beim Lesenlernen unterstützen.

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(Bild: Ulza/Shutterstock.com)

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Microsoft veröffentlicht voraussichtlich in diesem Sommer seine Software "Reading Coach". Damit sollen Kinder leichter lesen lernen. Reading Coach ist eine Erweiterung der Software "Reading Progress", die seit dem vergangenen Jahr in der Version von Microsoft Teams für Bildungseinrichtungen integriert ist (Teams for Education). Neben Englisch und weiteren Sprachen soll Reading Coach auch auf Deutsch verfügbar sein.

Lehrkräfte können in Teams Leseaufgaben erstellen, die Kinder nehmen sich dann beim Vorlesen auf. Der Reading Coach soll dabei für jedes einzelne Kind die fünf Wörter erkennen, mit denen es die meisten Probleme hat, und ihm dazu Hilfestellungen geben. Wie diese Hilfe genau aussieht, kann die Lehrkraft vorher festlegen: Möglich sind etwa Silbentrennung oder ein Bildwörterbuch. Das kündigt Microsoft in einem Blogbeitrag an.

Die Idee der übergeordneten Software Reading Progress ist laut Microsoft, Kindern die Hemmungen vor dem Vorlesen zu nehmen. Oft prüfen Lehrkräfte den Fortschritt der einzelnen Kinder, indem sie sie vorlesen lassen. Doch vielen Kindern ist das Vorlesen unangenehm – gerade dann, wenn sie noch nicht sicher lesen können. Mithilfe der Software sollen Kinder die Vorleseaufgaben flexibel erledigen können, etwa entspannt vom heimischen Sofa.

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Die Kinder nehmen sich beim Vorlesen auf, die Lehrperson wertet die Aufnahmen sowie die Nutzung des Reading Coach aus. So sollen die Kinder weniger Druck haben und die Lehrperson soll einen Ăśberblick ĂĽber die Fortschritte ihrer SchĂĽlerinnen und SchĂĽler bekommen. Reading Progress soll im Zuge der Erweiterung mit dem Reading Coach weitere Updates erhalten, unter anderem Ăśbungen zum Satzrhythmus.

Laut einem weiteren Blogbeitrag möchte Microsoft mit seinen Tools erreichen, dass alle Kinder gleiche Chancen beim Lernen haben und dass Lehrkräfte die Kinder besser dabei unterstützen können. Die Pandemie hat auch in Deutschland die Digitalisierung der Lehre beschleunigt, Software zur Unterstützung der Lehre wird also immer wichtiger.

(gref)