Keine auĂźergerichtliche Einigung zwischen Intel und Intergraph
Im Rechtsstreit zwischen Intergraph und Intel, in dem es um angebliche Patentverletzungen geht, konnten die beiden Unternehmen keine Einigung erzielen.
Im Rechtsstreit zwischen Intergraph und Intel, in dem es um angebliche Patentverletzungen geht, konnten die beiden Unternehmen keine Einigung erzielen. Nun wird der US-Richter T. John Ward über den Fall entscheiden. Ein Urteil wird für Mitte Oktober erwartet, berichtet das Wall Street Journal. Ward hatte, was auch an US-Gerichten unüblich ist, die beiden Firmenchefs James F. Taylor von Intergraph und Craig R. Barrett persönlich zu Einigungsgesprächen aufgefordert.
In dem Rechtsstreit, der seit August 2001 geführt wird, geht es um die in Intels Itanium-Prozessor eingebaute Technik namens Explicit Parallel Instruction Computing (EPIC). Nach Ansicht von Intergraph verletzt Intel dabei 1992 zugeteilte Patente auf Parallel Instruction Computing (PIC). Diese Technik hatte Intergraph im Rahmen der Arbeiten am C5-Clipper-Prozessor entwickelt. Die beiden Kontrahenten hatten sich bereits darauf geeinigt, dass Intel vorab 150 Millionen US-Dollar überweist. Falls die Intel-Anwälte nicht nachweisen können, dass Intergraph-Patentrechte nicht verletzt sind, werden weitere 100 Millionen US-Dollar fällig.
Im April hatten Intel und Intergraph einen anderen Rechtsstreit beigelegt, der seit 1999 angedauert hatte. Intel zahlte 300 Millionen US-Dollar an Intergraph. Auch hier ging es um Patente aus der Entwicklung des C5-Clipper-Prozessors. (anw)