Software-Anbieter Poet entlässt ein Drittel der Belegschaft

Der Software-Anbieter beendet das zweite Quartal mit 2,8 Millionen US-Dollar Nettoverlust.

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Der Hamburger Software-Anbieter Poet beendet das zweite Quartal mit 2,8 Millionen US-Dollar Nettoverlust und konnte sich damit um 100.000 US-Dollar gegenĂĽber dem Vergleichsquartal des Vorjahres steigern. Der Umsatz ging von 2,8 Millionen US-Dollar auf 2 Millionen US-Dollar zurĂĽck.

CEO Dirk Bartels bedauert, dass mehrere Abschlüsse auf die kommenden Quartale verschoben wurden und einige Aufträge geringere Umsätze als ursprünglich geplant brachten. Weiter will er rigoros Kosten einsparen. Deshalb soll innerhalb der kommenden 60 Tage rund ein Drittel der Belegschaft entlassen werden. Damit sollen die Kosten ab dem vierten Quartal 2002 um etwa 1,2 Millionen US-Dollar je Quartal gesenkt werden. Zunächst werden durch die Restruktierung im laufenden Quartal bis zu 600.000 US-Dollar Kosten anfallen. Bereits im vergangenen Jahr hatte Poet die Zahl der Mitarbeiter von 167 auf 143 verringert.

Poet wurde in Hamburg gegründet und unterhält hier seinen deutschen Hauptsitz, ist aber mittlerweile auch in San Mateo (US-Bundesstaat Kalifornien) mit einem Sitz präsent, daher auch die Vorlage der Bilanz in US-Dollar. Das Unternehmen bietet Software für die Präsentation elektronischer Kataloge im Internet und objektorientierte Datenbanken an, mit denen es ursprünglich bekannt wurde. Poet gehörte nach dem Börsengang im November 1999 zu den Highflyern am Neuen Markt. Bei einem Emissionspreis von 12,50 Euro stieg der Wert der Aktie bis auf 200 Euro, um anschließend steil auf unter einen Euro abzustürzen. Das Unternehmen wehrt sich juristisch dagegen, vom Neuen Markt ausgeschlossen zu werden. Das Poet-Papier notiert derzeit mit 0,70 Euro um 2,8 Prozent niedriger als am Vortag. (anw)