Verband will IT-Ausbildung europaweit standardisieren
Die europäische IT-Dachorganisation CEPIS will mit dem Zertifikat EUCIP die europaweite Standardisierung der Ausbildung für IT-Profis vorantreiben.
Nach der erfolgreichen Etablierung des Europäischen Computerführerscheins ECDL will die europäische IT-Dachorganisation CEPIS (Council of European Professional Informatics Societies) neben der Einführung eines Linux-ECDL auch die europaweite Standardisierung der Ausbildung für IT-Profis vorantreiben. Die Entwicklungsphase für das kurz EUCIP (European Certification of IT Professionals) genannte Zertifikat ist fast abgeschlossen. Pilotprojekte in sieben europäischen Ländern -- Deutschland, Großbritannien, Italien, Irland, Norwegen, Finnland und Griechenland -- sollen jetzt zeigen, ob das zweistufige Konzept tatsächlich europaweit trägt.
Nach einem 400-stündigen Basiskurs, dem Core Level, folgt in weiteren 800 Stunden eine Spezialisierung in den Bereichen Planung, Aufbau und Betrieb von IT-Systemen. Dieses Elective Level schließt mit einer Prüfung beispielsweise zum IT-Projektmanager, Datenbank-Entwickler oder Netzwerkadministrator ab. Trainingszentren sollen vor Ort oder berufsbegleitend via E-Learning auf die Prüfungen vorbereiten. In die Kurse, die sie anhand der Vorgaben von CEPIS entwickeln, sollen durchaus bereits vorhandene Elemente einfließen -- CEPIS will nur eine Vereinheitlichung der Berufsbilder erreichen, nicht die Ausbildung völlig neu erfinden. Unter Umständen sollen daher auch Vorkenntnisse mit anrechenbar sein, sofern sie den Ausbildungsvorgaben entsprechen. Zielgruppe sind vor allem Quereinsteiger. Die konkreten Kosten hängen vom gewählten Trainingszentrum ab, dürften aber nicht unerheblich sein. Nähere Informationen erhalten Interessenten unter info@eucip.de. (anm)