Nintendo kürzt Gewinn- und Umsatzprognose
Der japanische Elektronikkonzern erwartet im laufenden Geschäftsjahr 11 Prozent weniger Gewinn.
Der japanische Elektronikkonzern Nintendo hat seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr, das am 31. März 2003 endet, um 11 Prozent nach unten korrigiert. Wegen des stärkeren Yen in den vergangenen sechs Monaten erwarte das Unternehmen einen Überschuss im Gesamtjahr von 80 Milliarden Yen (666 Mio Euro) statt der zuvor angenommenen 90 Milliarden Yen, teilt das Unternehmen heute mit. Der Umsatz werde mit 600 Milliarden Yen um 6,3 Prozent geringer als erwartet ausfallen. Im vergangenen Geschäftsjahr machten die Japaner ein Plus von 106,4 Milliarden Yen.
In der bereits beendeten ersten Hälfte des Fiskaljahrs habe Nintendo vermutlich wie erwartet das Nettoeinkommen von 18 Milliarden Yen erreichen. Grund dafür sei der Kapitalertrag durch Verkäufe. Vergangene Woche hatte Microsoft von dem weltweit zweitgrößten Spiele- und Konsolenhersteller dessen Aktienanteil an dem britischen Spieleentwickler Rare Ltd. für 375 Millionen US-Dollar übernommen. Microsofts Konsole Xbox konkurriert mit Nintendos GameCube und der Playstation 2 von Marktführer Sony. Der Softwarehersteller versucht derzeit, mit exklusiven Spielen den schleppenden Absatz der Xbox anzutreiben. (dpa) / (anw)