Internet-Sicherheitsfirma VeriSign gründet deutschen Ableger
Der US-Konzern, Anbieter von digitalen Sicherheitslösungen und nach der Übernahme des Ex-.com-Monopolisten Network Solutions auch dick im Domain-Business, betreibt sein Deutschlandgeschäft künftig von Berlin aus.
Der US-Konzern VeriSign, Anbieter von digitalen Sicherheitslösungen und nach der Übernahme des Ex-.com-Monopolisten Network Solutions auch dick im Domain-Geschäft, betreibt sein Deutschlandgeschäft künftig von Berlin aus. Das Unternehmen aus dem kalifornischen Mountain View eröffnete am heutigen Dienstag in der Hauptstadt seine Deutschlandzentrale für die neu gegründete VeriSign Deutschland GmbH.
Das Unternehmen setzt auf ein hohes Marktpotenzial für Sicherheitslösungen bei Online-Transaktionen: "Deutschland gilt als drittgrößter Internetmarkt weltweit und ist eines der führenden europäischen Länder im E-Commerce", beschreibt der Konzern seine Hoffnungen auf gute Geschäfte hierzulande. Denn in Deutschland bleibe ein Umsatzpotenzial in Höhe von etwa 7,5 Milliarden Euro wegen Sicherheitsbedenken ungenutzt. "Digitale Sicherheitslösungen sind ein wichtiger Faktor für den E-Commerce-Markt in Deutschland, da die Kommunikation und Abwicklung von Geschäften im Internet nur in Verbindung mit einem hohen Maß an Sicherheit und Vertrauen funktioniert", erklärte VeriSign-Deutschland-Chef Marcus Ross.
VeriSign beschäftigt weltweit 3100 Mitarbeiter. In Deutschland sind 20 Mitarbeiter tätig, davon zwölf in der Berliner Zentrale am Tempelhofer Ufer sowie acht am zweiten Standort Wiesbaden. Künftig soll die Zahl der Beschäftigten in Berlin auf bis zu 50 steigen. Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres machte VeriSign bei einem Umsatz von 328 Millionen US-Dollar einen Netto-Verlust von 4,8 Milliarden US-Dollar. In letzter Zeit war VeriSign/NSI allerdings auch wegen juristisch fragwürdiger Werbemaßnahmen bei Domain-Registrierungen und umstrittenen neuen Diensten wie der Domain-Warteliste in die Schlagzeilen geraten. (jk)