Bluetooth: Der Zahn im Apfel

Heimlich, still und leise hat Apple nach monatelanger Wartezeit während der Macworld mit der Auslieferung des USB-Bluetooth-Adapters von D-Link begonnen.

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Von
  • Dusan Zivadinovic

Was lange währt... Heimlich, still und leise hat Apple nach monatelanger Wartezeit während der Macworld mit der Auslieferung des USB-Bluetooth-Adapters von D-Link begonnen. Der bringt dem Mac den Kurzstreckenfunk Bluetooth bei, mittels dem unterschiedlichste Geräte drahtlos miteinander kommunizieren -- Handys, PDAs, Modems, Drucker, Camcorder, Laptops oder PCs etwa.

Es war noch im März auf der Macworld in Tokio, als Apple-Chef Steve Jobs eine eigene Bluetooth-Lösung für MacOS X ankündigte, die "tatsächlich funktioniert und einfach zu benutzen ist". Die Software dazu lieferte Apple recht flott in Form von brauchbaren Preview-Versionen hinterher, inzwischen ist bereits die Version 2.1 kostenlos erhältlich. Den versprochenen Bluetooth-USB-Adapter, ein Produkt der Firma D-Link, gab es jedoch lange Zeit nur in Form von Bildern zu sehen.

Findige Anwender kamen während der Wartezeit darauf, dass man durchaus auch andere USB-Bluetooth-Adapter mit Apples Bluetooth-Software nutzen kann -- nämlich solche, die sich über das Host Controller Interface (HCI) ins Betriebssystem einblenden. Davon gibt es inzwischen einige mehr, darunter auch Modelle für deutlich unter 100 Euro (die aktuell erhältlichen hat c't in der kommenden Ausgabe 16/2002 -- ab dem 29. Juli im Handel -- getestet). Der D-Link-Adapter kostet rund 70 Euro. Laut einem Mitarbeiter des deutschen Apple-Stores müssen Besteller jedoch mit einer Lieferzeit von rund drei Wochen rechnen.

Für den Betrieb der geeigneten Bluetooth-USB-Adapter ist MacOS X 10.1.4 sowie die Apple Bluetooth-Preview-Software erforderlich. Ab MacOS X 10.2 alias "Jaguar" (ab Ende August erhätlich) soll die Bluetooth-Software Bestandteil des Betriebssystems sein. Für den Windows-Betrieb muss man hingegen jeweils Hersteller-spezifische Software installieren; eine für alle USB-Bluetooth-Adapter einheitliche Benutzerschnittstelle hat Windows-Hersteller Microsoft bisher nur angedacht.

Aus Entwickler-Kreisen verlautete außerdem, dass Apple den Bluetooth-Funk eng mit einigen anderen Anwendungen verknüpft hat. So soll man bei Jaguar, nachdem man Mobiltelefon und Mac via Bluetooth gekoppelt hat, aus dem Adressbuch heraus wählen und Anrufe annehmen können, aber auch Kurznachrichten empfangen und beantworten. Im September soll dann iSync erscheinen, eine Software, die unter anderem über Bluetooth Adressbücher von Handy und Computer abgleicht. (dz)