Embbeded-Spezialisten Kontron und JUMPtec senken Umsatzprognose

Unmittelbar vor ihrer Fusion sehen Kontron und JUMPtec, Spezialisten für Miniatur-Rechner und Embbeded Systeme, schlechtere Geschäftsaussichten.

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  • dpa

Unmittelbar vor ihrer Fusion haben Kontron und JUMPtec, Spezialisten für Miniatur-Rechner und Embbeded Systeme, ihre Umsatzprognosen für das laufende Jahr stark reduziert. Für 2002 sei nur noch mit Erlösen in Höhe von 230 Millionen Euro zu rechnen, teilte Kontron mit. Bisher war das Unternehmen von rund 300 Millionen Euro ausgegangen. Auch JUMPtec erklärte, an einem Umsatzwachstum von 40 Prozent sei nicht mehr festzuhalten, die Steigerung werde nur noch bei zehn bis 20 Prozent liegen.

Die beiden einstigen Konkurrenten, deren Zusammenschluss zum weltgrößten Hersteller von Mini-Rechnersystemen im September endgültig vollzogen werden soll, gaben als Gründe für ihre Prognosen-Senkungen die anhaltend ungünstigen Marktbedingungen sowie den gefallenen Dollarkurs an. Nach Umsatzrückgängen in den ersten drei Monaten 2002 verzeichnete die Kontron Embedded Computers AG (Eching) auch im zweiten Quartal einen leichten Rückgang der Erlöse von 46 Millionen Euro im selben Vorjahreszeitraum auf 44 Millionen Euro. Die JUMPtec Industrielle Computertechnik AG (Deggendorf) steigerte hingegen im zweiten Quartal ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahr leicht um zwei Prozent auf 21 Millionen Euro. Bereits im Gesamtjahr 2001 mussten beide Unternehmen mit Umsatzrückgang leben.

Durch ihre Fusion erwarten die beiden Unternehmen in den nächsten beiden Jahren Ertragssteigerungen von insgesamt 25 Millionen Euro. Bei der geplanten Fusion bringt Kontron zwei Drittel der Anteile in das neue Unternehmen ein. Es wird unter dem Namen Kontron firmieren und vom bisherigen Kontron-Chef Hannes Niederhauser geführt werden. Die Miniatur-Rechner von Kontron/JUMPtec werden vor allem zur Steuerung in anderen Systemen genutzt und in Fahrzeuge integriert. (dpa) / (jk)