Neue Features für Microsoft Exchange

Microsofts Nachfolgeversion des Groupware-Servers Exchange 2000 soll Mitte 2003 mit zahlreichen neuen Features auf den Markt kommen.

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Von
  • Hans-Peter Schüler

Microsofts Nachfolgeversion des Groupware-Servers Exchange 2000 soll Mitte 2003 mit zahlreichen neuen Features auf den Markt kommen. Was Microsoft über Verlautbarungen für die nächste Woche im kalifornischen Anaheim abgehaltene Microsoft Exchange Conference 2002 durchsickern lassen hat, steht im Gegensatz zu Bill Gates' aktuellem Leitspruch, Programmsicherheit sei wichtiger als neue Features.

Anders als in bisherigen Beschreibungen der kommenden Exchange-Version, Code-Name Titanium, dominieren jetzt offenbar doch neu implementierte Zusatzfähigkeiten, insbesondere beim Paketbestandteil Outlook Web Access. Die Software, die per Web-Browser Exchange-Inhalte wie unter Outlook präsentieren soll, wird demnach künftig eine Rechtschreibprüfung mitbringen und außerdem Funktionen des "echten" Outlook hinzulernen, etwa die Option, dass Anwender die Liste mit anstehenden Aufgaben direkt editieren können.

Sowohl die Exchange-Komponente als auch das eigenständige "Original"-Outlook sollen im Übrigen ein Face-Lifting erfahren, unter anderem mit der Konsequenz, dass geöffnete Mails nicht mehr unten, sondern rechts auf dem Bildschirm landen. Außerdem soll der Anwender erweiterte Wahlmöglichkeiten erhalten, nach welchen Gesichtspunkten eingehende Nachrichten sortiert werden.

Auch hinter den Kulissen steht Neues ins Haus: Outlook und Exchange sollen automatisch erkennen, mit welcher Übertragungsbandbreite ein Anwender seine Post bezieht. Danach würden sie selbstständig entscheiden, ob auf Anhieb alles oder zunächst vielleicht nur die ersten Zeilen der aufgelaufenen Mails auf die Reise geschickt werden. Das Verkehrsaufkommen im Netz soll noch weiter durch eine Cache-Funktion des Mail-Client begrenzt werden. Dazu kommt eine komprimierte Datenübertragung sowie das neuerdings unterstützte Protokoll S-HTTP, mit dem sich ganze Dateien verschlüsselt übertragen lassen, ohne dass die Benutzer sich erst mühsam in ein VPN einloggen müssten. (hps)