Pilotprojekt "Krankenakte Online" für Patienten

An Brustkrebs erkrankte Frauen können im Rahmen eines Pilotprojekts der Uni-Klinik Münster ihre eigene elektronische Gesundheitsakte selbst im Internet führen.

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Von
  • Jörg Birkelbach

An Brustkrebs erkrankte Frauen können im Rahmen eines Pilotprojekts der Uni-Klinik Münster ihre eigene elektronische Gesundheitsakte selbst im Internet führen. Unter dem Projekttitel "akteonline" sind die Patientinnen in der Lage, ihre persönlichen Daten über Diagnosen, Medikamente oder Vorsorgetermine online zu verwalten.

Die Patientinnen können dabei selbst über die Datenzugriffe bestimmen. Die sensiblen Gesundheitsdaten sollen sicher sein vor fremder Einsicht, da bei der Verbindung zum Server dieselben Sicherheitsstandards wie beim Online-Banking zum Einsatz kommen. Das Sicherheitskonzept sieht darüber hinaus vor, dass die Patientendaten in zwei getrennten Datenbanken liegen. Die eine enthalte dabei die Daten zur Person, die andere ausschließlich medizinische Daten ohne Identifizierung. Zudem werden die Daten verschlüsselt abgelegt, womit der unbefugte Zugriff von Mitarbeitern des "akteonline"-Teams verhindert werden soll.

Eine elektronische Akte über Patientendaten ist auch Bestandteil der Regierungspläne zur Gesundheitspolitik. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) will in Übereinkunft mit den Kassen, Ärzten und Apothekern die bisherige Versichertenkarte zu einer Gesundheitskarte weiterentwickeln. Mit dieser Karte sollen Ärzte einen besseren Überblick bekommen und unnötige Doppeluntersuchungen vermieden werden. Diese Karte wurde laut Gesundheitsministerium in enger Abstimmung mit dem Datenschutzbeauftragten entwickelt (Jörg Birkelbach) / (jk)