Intershop sieht sich auf dem Weg in die Gewinnzone
Selbstbewusst gibt sich der Jenaer Software-Konzern und E-Commerce-Spezialist Intershop, nachdem er die Verluste weiter reduzieren konnte.
Selbstbewusst gibt sich der Jenaer Software-Konzern Intershop, der in den letzten Monaten in eine finanzielle Krise geriet: Man sei "auf dem Weg in die Gewinnzone", die Kostensenkungen liefen nach Plan, erklärte der E-Commerce-Spezialist bei der Vorlage der Bilanzzahlen für das zweite Quartal. Dem Kostensenkungsprogramm fielen aber auch rund 15 Prozent der Arbeitsplätze zum Opfer; die Firma beschäftigt derzeit noch 531 Mitarbeiter.
Intershop sieht in den aktuellen Verlust- und Umsatzzahlen genug Hinweise darauf, dass man sich den schwarzen Zahlen annähert: Der Verlust sank auf 5,8 Millionen Euro. Der Nettoverlust sei damit im Vergleich zu den ersten drei Monaten 2002 mehr als halbiert worden; im ersten Quartal betrug er noch 13,3 Millionen Euro und im zweiten Quartal des Vorjahrs 28,3 Millionen Euro. Der Quartalsumsatz blieb allerdings mit 12,1 Millionen Euro im Vergleich zum Vorquartal (12,2 Millionen Euro) nahezu gleich; im gleichen Quartal des Vorjahrs betrug der Umsatz sogar noch 22 Millionen Euro. Intershop führt dies auf die anhaltende Krise der Software-Industrie zurück.
Für das dritte Quartal erwartet Intershop, "trotz einer saisonal bedingt schwächeren Nachfrage in der europäischen Software-Branche", wie der Konzern betont, einen gleich bleibenden Gesamtumsatz. Im vierten Quartal soll dann, zumindest auf EBITDA-Basis (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen), ein ausgeglichenes Ergebnis erzielt werden. (jk)