US-BĂĽrgerrechtler protestieren gegen Amazon.com

Die Bürgerrechtler des Electronic Privacy Information Center und von Junkbusters protestieren gegen den Umgang des Online-Händlers mit Kundendaten.

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Die Bürgerrechtler des Electronic Privacy Information Center (EPIC) und von Junkbusters protestieren wieder gegen Amazon.com. In einem offenen Brief, unter anderem an den Generalstaatsanwalt von Massachusetts und an die Federal Trade Commission (FTC) gerichtet, weisen sie darauf hin, dass der Online-Händler nicht genügend für den Datenschutz tue. Der Staatsanwalt wird gebeten, Ermittlungen gegen Amazon einzuleiten.

Der Protest geht auf das Jahr 2000 zurück, in dem Amazon seine Richtlinien zum Datenschutz geändert hat, offenbar um möglicherweise Kundendaten verkaufen zu können. Diese Option besteht weiterhin. Die FTC habe zwar eine Überprüfung vorgenommen, doch diese änderte nichts an der Haltung von Amazon. Dort will man den Kunden keine Aufkunft darüber erteilen, welche Daten über sie vorhanden sind. Auch sollen Datensätze ehemaliger Kunden nicht gelöscht werden.

Die Bürgerrechtler fordern, dass Amazon Daten auf Wunsch des jeweiligen Kunden offenlegt und auch löscht. Der Online-Händler habe früher immer beteuert, keine Kundendaten verkaufen zu wollen. Nun laute die Linie des Unternehmens, Käufer der Daten müssten die gleiche strikte Verschwiegenheit üben, wie sie bei Amazon üblich sein. Die Bürgerrechtler meinen hingegen, das Verhalten bei Amazon zeige, dass dem Unternehmen nicht mehr zu trauen sei.

In Deutschland muss sich das Unternehmen an die gesetzlichen Datenschutzbestimmungen halten und hat entsprechende Regelungen in seine Datenschutz-Erklärung aufgenommen. (anw)