Sieben potenzielle Investoren für Digitalfoto-Dienstleister PixelNet

Die Chancen zur Erhaltung von PixelNet und ORWO am Standort Wolfen stünden gut, meint der Insolvenzverwalter.

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  • dpa

Für die Übernahme der PixelNet AG (Wolfen) interessieren sich bislang sieben potenzielle Investoren aus dem In- und Ausland. Derzeit gebe es noch Gespräche mit weiteren Interessenten, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Nikolaus Schmidt (Halle) am Mittwoch. Investoren können noch bis zum 10. August 2002 ein offizielles Angebot abgeben.

PixelNet und deren 100-prozentige Tochter ORWO Media GmbH stellten Ende Juni wegen drohender Zahlungsunfähigkeit einen Insolvenzantrag, nachdem bereits die PixelNet-Tochter Photo Porst (Schwabach) Insolvenz beantragt hatte. Dies gilt ebenso für die Tochterfirma ORWO Media GmbH, wie deren vorläufiger Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Volkhard Frenzel in Halle bestätigte.

"Die Chancen, beide Unternehmen am Standort Wolfen zu erhalten, stehen gut, wenn auch mit reduziertem Personal", sagte Frenzel. Derzeit werde in Wolfen voll weitergearbeitet. Dort sind noch 90 Mitarbeiter beschäftigt. Zugleich kündigte der vorläufige Verwalter nach einer Grobanalyse erste Sanierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen an. Dazu gehöre auch der Abbau von Arbeitsplätzen. Die Außenstelle im niederbayerischen Tiefenbach werde zum 31. Juli geschlossen und die Mitarbeiterzahl in der Entwicklungsabteilung in Berlin reduziert, sagte Schmidt.

Die PixelNet AG hatte den Foto-Filialisten Photo Porst Anfang 2001 mit rund 1100 Mitarbeitern übernommen. PixelNet gilt als Spezialist für Papierabzüge von digital aufgenommenen Fotos. Die Firma wurde vor gut zwei Jahren am Traditionsstandort der deutschen Filmindustrie in Wolfen gegründet und war im Juni 2000 am Neuen Markt an der Frankfurter Börse gestartet. In Wolfen wurde 1936 der erste Colorfilm der Welt hergestellt. Zu DDR-Zeiten hatte hier das Kombinat ORWO seinen Sitz. (dpa) / (jk)