EU-Kommission befragt Bürger zu Cybersquatting

Die EU-Kommission hat zur Vorbereitung der .eu-Domain eine Online-Befragung gestartet, bei der Bürger über ihre Erfahrungen bei der Eintragung von Domain-Namen berichten können.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Die Generaldirektion Binnenmarkt der Europäischen Kommission hat eine Online-Befragung gestartet, bei der Bürger und Unternehmen über ihre Erfahrungen bei der Eintragung von Domain-Namen berichten können. Hintergrund der Aktion ist die Suche nach einer vernünftigen Regelung für die anstehende Vergabe von Adressen in der Top Level Domain .eu.

In der Vergangenheit war es immer wieder zu Streitigkeiten bei der Vergabe von Domain-Namen gekommen: So hätten etwa Bürger versucht, einen Domain-Namen mit Bezug zu ihrem Namen oder ihrer Firma registrieren zu lassen, um dann zu erfahren, dass bereits eine Eintragung für eine andere Person besteht und dass diese Person einer Übertragung nur gegen "Zahlung eines erpresserisch hohen Geldbetrags" zustimmt. Andere wiederum hätten einen Domain-Namen für das Internet in gutem Glauben registrieren lassen und daraufhin einen Drohbrief erhalten, in dem sie der Internet-Piraterie (Cybersquatting) beschuldigt werden.

Um diesen Problemen weitestgehend aus dem Weg zu gehen, will die EU-Kommission die Umfrageergebnisse als "Input für die Überlegungen der Kommission über die ordnungspolitische Regelung für die Internet-Domain oberster Stufe der Europäischen Union" nutzen. Eine spekulative und missbräuchliche Eintragung von .eu-Domain-Namen soll damit künftig verhindert werden. Die Online-Fragebögen können bis zum 31. Oktober 2002 ausgefüllt werden. Wann es genau mit der .eu-Domain soweit ist, steht allerdings immer noch aus. (pmz)