Bitkom: Interesse an Greencard ungebrochen
Branchenverband zieht eine positive Bilanz der Aufenthahltserlaubnisse für ausländische IT-Experten.
Der IT-Branchenverband Bitkom zieht eine positive Bilanz der im August 2000 eingeführten Green-Card-Verordnung. Mehr als 12.500 ausländische IT-Fachkräfte seien seither nach Deutschland gekommen. Das entspricht etwa zwei kompletten Jahrgängen an Informatik-Absolventen. Pro Woche werden weiterhin rund 60 bis 70 Green Cards vergeben. Mit der Debatte um den Mangel an qualifizierten IT-Fachkräften sei erstmals ein wichtiges Thema der IT-Branche bundesweit diskutiert worden, so Bitkom-Vizepräsident Jörg Menno Harms. Innerhalb von zwei Jahren habe sich mit der Green Card wirtschaftlich und gesellschaftlich viel geändert. Die Bevölkerung habe die guten Berufsperspektiven in der IT-Industrie erkannt, die Zahl der Studienanfänger sei enorm in die Höhe geschnellt.
Harms erklärte: "Die Green Card ist für unsere Branche ein großer Erfolg und ein wichtiger Standortfaktor. Für Deutschland ist sie ein gelungener Testlauf für eine allgemeine Zuwanderungsregelung." Globalisierte Branchen benötigten auch internationale Anwerbe-Optionen. "Wir brauchen weiterhin ausländische Spitzenkräfte, da das deutsche Bildungssystem die hoch qualifizierten Fachkräfte in immer noch nicht ausreichendem Maße hervorbringt. Wir kämpfen heute international um die besten Köpfe." Schon bei der Vorstellung der aktuellen Prognosen für den IT-Arbeitsmarkt hatte der Bitkom betont, dass die Green Card trotz der schlechten Situation weiterhin notwendig sei. (tol)