Der neue iMac -- angeblich mit Absatzschwächen
Erst konnte Apple den iMac nicht ausreichend liefern, nun soll er nach US-Berichten in den Regalen mancher Distributoren liegen bleiben; Apple Deutschland will dem nicht zustimmen.
Anfänglich konnte Apple den iMac nicht ausreichend liefern, nun bleibt der Design-Rechner angeblich in den Regalen amerikanischer Distributoren liegen. Bei Ingram Micro, einem der größten Apple-Zwischenhändler in den USA, würden sich bereits 2600 der Tischlampen-Rechner im Lager stapeln, während die Nachfrage seitens der Händler dramatisch zurückgegangen sei, heißt es in einem Bericht von CNet. Demnach habe Ingram seit Anfang des Quartals 8900 iMacs umgesetzt (durchschnittlich knapp 700 pro Woche), in der letzten Woche hätten die Händler demgegenüber nur 200 Stück geordert.
Apple hatte nach der Ankündigung des neuen iMacs im Januar mit Lieferschwierigkeiten und Verzögerungen zu kämpfen und konnte die Nachfrage kaum befriedigen. Als nächstes folgte eine Anhebung der Preise um 100 US-Dollar. Die jüngste Gewinnwarnung von Apple wurde allerdings mit schlechten Geschäften im Publishing-Markt Europas und Japans begründet, über schlechte iMac-Verkäufe war nichts zu hören. Auch in der Münchner Apple-Geschäftsstelle wollte man den Umsatzeinbruch des Design-Rechners nicht bestätigen. "Der iMac-Verkauf in Deutschland läuft gut", sagte der hiesige Pressesprecher Georg Albrecht auf Anfrage von heise online.
Einige Apple-Händler in Deutschland konnten die besondere Absatzschwäche des iMac ebenfalls nicht bestätigen, klagten allerdings über insgesamt zu geringe Verkäufe. Allgemein werde für die am 15. Juli beginnende Macworld in New York neue Hardware erwartet, was -- wie jedes Jahr -- zu einer gewissen Zurückhaltung in der Zeit davor führe. In der Mac-Gemeinde gab es übrigens unterschiedliche Kommentare zu den Berichten über angeblich schlechte iMac-Verkäufe -- bis hin zum Vorwurf der Lüge bei MacTV. (jes)