Bundesregierung erwägt Börsenaufsicht nach US-Vorbild

Nach den Bilanzskandalen in den USA denkt nun auch die Bundesregierung über strengere Börsenregeln nach.

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Von
  • Egbert Meyer

Nach den Bilanzskandalen in den USA, in die auch TK- und IT-Unternehmen wie WorldCom verstrickt sind, denkt nun auch die Bundesregierung über strengere Börsenregeln nach. Laut einem Bericht des Spiegel erwägt Bundesfinanzminister Hans Eichel eine zentrale, schlagkräftige Börsenaufsicht nach Vorbild der SEC zu schaffen. Bisher lag die Verantwortung für die Börse beim Bund und den Ländern.

Wie das Magazin in seiner Montagsausgabe berichtet, hat Eichel eine interne Prüfung eingeleitet. Dabei soll geklärt werden, ob Wirtschaftsprüfer künftig einer staatlichen Kontrolle unterworfen werden können. Dies sei bereits bei Banken und Versicherungen üblich. Außerdem sollen auch verschärfte Regeln für Börsenanalysten geplant sein. In der vergangenen Woche hatte Eichel in der Welt am Sonntag einen Eingriff in die Kapitalmärkte nicht mehr ausgeschlossen. (em)