US-Filmproduzent legt Höchstgebot für KirchMedia vor

Der Filmproduzent Haim Saban ("Power Rangers", "Dragon Ball Z") soll 2,6 Milliarden Euro geboten haben, das Konsortium des Axel Springer Verlags 1,9 Milliarden.

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Von
  • Jürgen Kuri

Die Süddeutsche Zeitung ebenso wie Focus berichten, dass der US-Filmproduzent und Milliardär Haim Saban das Höchstgebot von 2,6 Milliarden Euro für den insolventen Medienkonzern KirchMedia abgeben hat. Die meisten anderen Angebote lägen unter 2 Milliarden Euro; Saban gilt aber trotzdem nicht als ernsthaftesteter Interessent, will die Süddeutsche Zeitung aus Unternehmenskreisen erfahren haben. Sabans Firma Saban Entertainment prouzierte unter anderem die umstrittenen Kinder-TV-Serien "Mighty Morphin Power Rangers" und "Dragon Ball Z".

Als weitere Bieter werden etwa die Commerzbank, der Fernsehsender NBC und das Filmstudio Columbia genannt. Der französische Privatsender TF 1 soll 2,2 Milliarden Euro geboten haben. Der Axel Springer Verlag habe in seinem Gebot vermerkt, dass man den Kaufpreis mit der Forderung über 767 Millionen Euro verrechnen wolle, die der Verlag noch an KirchMedia habe. Springer strebt gemeinsam mit HypoVereinsbank, Heinrich-Bauer- und Spiegel-Verlag eine Übernahme von KirchMedia für 1,9 Milliarden Euro an.

Bisher war nur bekannt, das sieben Konsortien und Einzelbieter Angebote eingereicht haben und dass das höchste Angebot bei 2,6 Milliarden Euro lag. Die Gläubigerversammlung, die am Donnerstag stattfand, hatte wider Erwarten noch keine definitive Vorauswahl unter den Bietern für KirchMedia getroffen. Am Freitag hatte es aus verhandlungsnahen Kreisen geheißen, dass wahrscheinlich nur drei der sieben Bewerber für die nächste Bieterrunde übrig bleiben werden. Durch die Rückendeckung der HypoVereinsbank haben die deutschen Medienverlage nach Ansicht der Financial Times Deutschland gute Chancen, sich in dem Bieterwettbewerb für die Kirch Media gegen die Konkurrenz durchzusetzen. (jk)