Autokäufer nutzen das Internet weniger als erwartet

Mehr als 20 Prozent der Verbraucher würden zukünftig ihr Auto über die Websites der Hersteller bestellen.

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Mehr als 20 Prozent der Verbraucher würden zukünftig ihr Auto über die Websites der Hersteller bestellen, 13 Prozent sogar über unabhängige Anbieter. Dies ergibt die von Cap Gemini Ernst & Young im vierten Jahr durchgeführte Studie Cars Online. In Benelux, Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Schweden und den USA wurden jeweils 2500 Verbraucher, 100 Händler und zehn Hersteller befragt.

Vielleicht gerade wegen der Informationsflut im Netz, vermuten die IT-Berater, verlassen sich 78 Prozent der befragten Verbraucher weiterhin auf eine Testfahrt als wichtigstes Element bei der Kaufentscheidung. Auch wenn das Internet als Neuwagen-Vertriebskanal die hohen Erwartungen nicht erfüllt habe, so sei zumindest der Wettbewerb gesteigert worden. Noch liege der Anteil der Web-Einkäufer insgesamt unter einem Prozent; die USA lägen mit einem Prozent vorn. Im November 2001 betrug dieser Anteil laut der Studie Cars Online 2001 dort allerdings 3 Prozent.

Die Ansprüche an Internet-basierte Informationen und Funktionen steigen laut der aktuellen Studie. 55 Prozent der befragten Verbraucher wünschen sich, dass sie ihre Bestellung verfolgen und 73 Prozent, dass sie Testfahrten per Maus-Click vereinbaren können. Wer lediglich virtuelle Autos bringt oder Konfigurationsspiele erlaubt -- hiermit arbeiten viele Webseiten -- habe schlechte Karten. Aber kein Hersteller bietet derzeit die Möglichkeit, den Status der Bestellung einzusehen und nur rund die Hälfte der Händler und Hersteller die Vereinbarung einer Testfahrt über das Netz. (anw)