Umfrage: Erwachsene haben kaum Bedenken bei Handys in Kinderhänden
FĂĽr fast zwei Drittel aller Eltern ist es demnach kein Problem, dass der Nachwuchs bereits mit 14 Jahren ein Handy besitzt.
Drei Viertel der deutschen Kinder besitzen ein Handy. Vor allem der Kurznachrichten-Dienst ist bei ihnen beliebt. Für die Erwachsenen ist das ständige Piepsen und Klingeln, das auch vor Klassenräumen nicht halt macht, anscheinend kein Problem. Nach einer aktuellen Online-Umfrage des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages (SHV) ist ihnen vor allem wichtig, dass Kinder ständig erreichbar sind. Sie meinen, dass ein Mobiltelefon heute einfach dazu gehört. An der Online-Umfrage nahmen 500 Bundesbürger im Alter zwischen 18 und 45 Jahren teil. 32 Prozent davon haben Kinder in einem Alter unter 14 Jahren.
Für fast zwei Drittel aller Befragten ist es demnach kein Problem, dass der Nachwuchs bereits mit 14 Jahren ein Handy besitzt. Knapp ein Drittel ist der Meinung, das sei erst mit 16 sinnvoll. Nur acht Prozent sind gegen Mobiltelefone in Kinderhänden. Bei aller positiven Einstellung zur modernen Technik haben über ein Viertel der Befragten aber Bedenken, dass die Kinder es verlernen, persönlich miteinander zu kommunizieren oder einen klassischen Brief zu schreiben. Geld spielt auch eine Rolle: 50 Prozent setzen beim Handy für Kinder auf Prepaid-Karten. Ein Drittel wünscht sich von den Telefongesellschaften spezielle Verträge, die ein festgelegtes Budget ermöglichen. (anw)